Großer „Stern des Sports“ in Gold 2012 – Finalisten

Niedersachsen

Aktiv aus dem Stimmungstief
Eingereicht vom SV Eintracht von 1898 e.V. Hannover bei der Hannoverschen Volksbank eG
Bundessieger der „Sterne des Sports“ in Gold 2012

Mit „Aktiv aus dem Stimmungstief“ hat der SV Eintracht Hannover ein Sportprogramm für Frauen und Männer entwickelt, die unter Depressionen leiden. Dass Bewegung ihnen helfen kann, ist zwar allgemeiner Konsens, aber wissenschaftliche Belege dafür gibt es kaum. Das soll sich durch die Auswertung des Programms „Aktiv aus dem Stimmungstief“ ändern, bei dem die Leichtathletik-Abteilung des Vereins eng mit der Medizinischen Hochschule Hannover und den Universitäten Würzburg und Marburg zusammenarbeitet. Ziel ist es, dass langfristig Krankenkassen die Kosten für solche Sportangebote übernehmen. Das Pilotprogramm in Hannover wurde von der Robert-Enke-Stiftung mit rund 12.000 Euro gefördert.


Berlin

„Fußball und mehr“
Eingereicht vom FV Blau-Weiss Spandau von 1903 e.V. bei der Berliner Volksbank eG
2. Platz „Sterne des Sports“ in Gold 2012

2010 hat Trainer Axel Vogel das Programm „Fußball und mehr“ auf den Weg gebracht. Rund 20 Jugendliche aus Spandau Wilhelmstadt haben so eine feste Anlaufstelle, wenn es um Fragen rund um die Schule, um eine Bewerbung oder die berufliche Zukunft geht. Der Verein bietet Nachhilfe und Bewerbungstraining an und hilft den Spielern auch dabei, Praktikums- und Ausbildungsplätze zu finden. Und der Erfolg spricht für sich: Wer trainiert, schießt leichter Tore, wer Anerkennung und Hilfe für sein Können in der Schule erfährt, der schreibt bessere Noten. Mittlerweile beteiligen sich sechs Schulen und zwölf Betriebe aus der ganzen Wilhelmstadt an dem Programm.


Sachsen

„Integration 50 Plus“
Eingereicht vom BSV AOK Leipzig e.V. eingereicht bei der Volksbank Leipzig eG
3. Platz „Sterne des Sports“ in Gold 2012


Der BSV AOK Leipzig will mit seinen Sportangeboten gezielt ältere Einwanderer aus der gesellschaftlichen Isolation holen. Wichtige Netzwerkpartner sind dabei zum Beispiel Ärzte mit Fremdsprachenkenntnissen. Der Verein schafft es erfolgreich diese Zielgruppe in den Verein zu integrieren und bei ihnen Interesse an Bewegung zu wecken.
Es gibt keine Kurse, die nur für Zuwanderer sind, sondern es sind immer gemeinsame Aktivitäten mit den deutschen Mitgliedern des Vereins. So lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von „Integration 50 Plus“ beispielsweise in der Gruppe Schwimmen, sie festigen ihre deutschen Sprachkenntnisse und ganz nebenbei entstehen Freundschaften. Neben dem wöchentlichen Sportbetrieb gibt es gemeinsame Wanderungen oder Kegelabende.


Rheinland-Pfalz

„Die Schule rollt“
Eingereicht vom Turnverein Laubenheim 1883 bei der VR-Bank Mainz eG

Seit fast 25 Jahren bietet der Verein aus Rheinland-Pfalz schon Rollstuhlsport an. Der entscheidende Wechsel kam allerdings 2004 als jüngere Trainerinnen und Trainer nachrückten, die selbst im Rollstuhl sitzen und sich sehr für das Thema Inklusion engagieren. Um Hemmschwellen oder Vorurteile abzubauen und Schülerinnen und Schüler mit Handicap zu stärken, besucht der Verein seit 2009 regelmäßig Schulen. Mit einem selbst gebauten Rolli-Parcours beweist er, dass Kinder im Rollstuhl durchaus in den Schulsport integriert werden können. Auch alle Fragen zum Thema „Leben mit Handicap“ werden offen und ehrlich beantwortet.


Nordrhein-Westfalen

Betriebsübernahme Hallenbad Rheurdt
Eingereicht von den Schwimmfreunden Rheurdt bei der Volksbank an der Niers eG

Die Schwimmfreunde Rheurdt sind ein sehr junger Verein, es gibt sie erst seit Mai 2011 und sie wurden aus der Not geboren, wie der Vereinsvorstand betont. Im September 2010 hatte die Gemeinde Rheurdt angekündigt, dass sie das Schwimmbad aus Kostengründen schließen würde. Für die schwimmbegeisterten Bürgerinnen und Bürger war diese Nachricht ein Schock. Sie begannen zu protestieren, Kontakte zu knüpfen und nach Lösungen zu suchen. Schließlich gründeten sie einen Verein und übernahmen das Bad ab Januar 2012 in Eigenregie – und das mit beachtlichem Erfolg. Aus den 19 Mitgliedern bei Gründung sind heute mehr als 1.200 Schwimmerinnen und Schwimmer geworden. 


Hessen

„40 Jahre Patenkinder, alle Grundschulkinder beitragsfrei Mitglied im Turnverein Breckenheim, Kinder bewegen, Kinder bilden“
Eingereicht vom Turnverein 1890 Breckenheim bei der Wiesbadener Volksbank eG, Hessen

In Breckenheim können alle Grundschulkinder kostenlos Schwimmen lernen. Seit 40 Jahren übernimmt der TV Breckenheim die Patenschaft für sie und organisiert unter anderem den Schwimmkurs im Hallenbad Wiesbaden, Transport inklusive. Außerdem können die Grundschüler umsonst das gesamte Kursprogramm des Vereins ausprobieren – von Aikido über Handball oder Fußball, bis hin zu Zirkusspaß mit Trampolin oder Tischtennis und Basketball. Seit 2004 gibt es außerdem die Kinderakademie des Vereins, um das kulturelle Interesse der Kinder zu weckenund  das vereinseigene Kinderbildungszentrum verfügt über eine Bibliothek und Computer. Als nächstes soll es um die Förderung der Kreativität gehen. Der Verein träumt von einem offenen Atelier, einem Raum zum Töpfern und Malen, einfach nach Lust und Laune.


Bayern

„Lass dich nicht hängen“
Eingereicht vom TSV München-Milbertshofen beim Kreisverband der Volks- und Raiffeisenbanken München

Die Munich Rugbears sind die Rollstuhlrugby-Mannschaft des Vereins. Zweimal in der Woche treffen sie sich zum Training, aber genauso wichtig ist ihnen das Zusammensein nach dem Sport. Mit ihrer Initiative “Lass’ Dich nicht hängen” wollen die 15 Mitglieder der Munich Rugbears möglichst viele Frischverletzte für Rollstuhlrugby begeistern, deshalb fahren sie regelmäßig in Spezialkliniken um für ihren Sport zu werben. Die Spieler sind selbst die besten Beispiele dafür, dass es auch mit Querschnittlähmung noch Perspektiven gibt, dass man Sport treiben, beruflich erfolgreich sein und eine glückliche Partnerschaft haben kann.


Hamburg

„Fußball baut Brücken”
Eingereicht vom 1. FFC Elbinsel-Wilhelmsburg von 2006 bei der Hamburger Volksbank eG

Der 1. FFC Elbinsel bietet Sport interkulturell in vielen Schattierungen und in enger Zusammenarbeit mit verschiedenen Netzwerkpartnern an. 2006 hat sich der Verein mit dem erklärten Ziel gegründet, Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund zum Fußball zu bringen. Der Kampf gegen Rassismus und das Bemühen um kulturelles Miteinander sind wesentliche Punkte der Vereinssatzung. Der Sport an sich und das Vermitteln sozialer Kompetenzen wie Teamgeist, Toleranz und Fairness sind dem Verein wichtiger als die Leistung, dafür wird er nach eigenen Angaben oft belächelt Oft müssen die Trainerinnen allerdings erst die Familien überzeugen, bevor die Mädchen zum Fußballtraining dürfen.


Sachsen-Anhalt

„Was Zilly bewegt“
Eingereicht vom TSV Zilly 1911 bei der Vereinigten Volksbank eG Wernigerode

Mit seiner Initiative „Was Zilly bewegt“ hat der TSV auf die Herausforderungen des demografischen Wandels reagiert. Wie viele andere kleine Gemeinden hatte der Ort mit rund 800 Einwohnern damit zu kämpfen, dass gerade junge Familien abwanderten. Für Kinder und Jugendliche gab es kaum noch Sport- und Bewegungsangebote. Mittlerweile sind 17 neue Kurse für Jung und Alt entstanden, die auch generationenübergreifend miteinander vernetzt sind. So begleiten Senioren die Kita-Kinder zum Schwimmen oder kochen mit ihnen gemeinsam, während die Eltern arbeiten. Das Programm soll in Zukunft weiter ausgebaut werden.


Bremen

Bühne für Helden
Eingereicht von Special Olympics Deutschland in Bremen bei der Volksbank Bremen Nord eG

Jeder Artist, jeder Künstler träumt davon: einmal vor großem Publikum aufzutreten. Der Moment, wenn der Scheinwerfer angeht und alles andere vergessen ist – dieses Glücksgefühl beschert Special Olympics Deutschland in Bremen mit seinem Angebot „Bühne für Helden“ Frauen und Männern mit Handicap, die bei den abendfüllenden Shows gemeinsam mit nicht-behinderten Kolleginnen und Kollegen auftreten. Im Sommer 2011 ist „Bühne für Helden“ gestartet, seitdem gab es zwei große abendfüllende Programme. Ein weiteres Event für Mai 2013 ist in Planung. Doch „Bühne für Helden“ hat noch ein zweites Anliegen. Die Initiative veranstaltet Workshops, um Übungsleiter, Lehrer, Erzieher und andere Multiplikatoren für Inklusionsangebote zu sensibilisieren, so dass sich immer mehr Vereine für Inklusionsangebote öffnen.


Weser-Ems

„BIG – Basketball integriert Oldenburg“
Eingereicht vom Oldenburger Turnerbund bei der Volksbank Oldenburg eG

13 Schulen, 14 AGs und 190 Basketball spielende Grundschüler pro Woche - das sind Zahlen, die zu BIG gehören und hinter denen großes Engagement in Sachen Integration steht. BIG ist eine gemeinschaftliche Initiative des Oldenburger Turnerbundes (OTB), der Universität Oldenburg und der Baskets Akademie Weser-Ems, die im Schuljahr 2009/2010 an den Start ging. Ziel ist es, gerade Schüler aus Einwandererfamilien für Basketball zu begeistern, die sonst nur schwer zu erreichen sind. BIG setzt auf drei ineinandergreifende Bausteine: die enge Kooperation des Oldenburger Turnvereins mit den Grundschulen (aus denen AGs entstehen), die Möglichkeit an Turnieren teilzunehmen und die Ausbildung von Trainier-Assistenten.


Baden

Sport und Fun mit SpoFunnis
Eingereicht von der SG Köndringen-Teningen bei der Volksbank Breisgau-Nord eG

Die Abteilung SpoFunnies hat der Handballverein aus Baden im September 2003 gegründet, um Kinder von der Straße zu holen und sinnvoll zu beschäftigen. Es galt, auch für Kinder und Jugendliche Angebote zu schaffen, die sich nicht für Leistungssport interessierten. Inzwischen arbeitet der Verein mit Schulen und Kitas zusammen, veranstaltet verschiedene Feriencamps und bemüht sich um Antworten auf Fragen, wie etwa die, wie ein Konflikt gelöst oder eine Entscheidung in der Gruppe getroffen werden kann. Die Jungen und Mädchen nehmen aber nicht einfach passiv an dem teil, was sich der Verein für sie einfallen lässt. Eigene Ideen sind gefragt. Wer bei SpoFunnis mitmacht, kann sich zum Jungmitarbeiter ausbilden lassen.


Württemberg

Seit 45 Jahren Tradition: Das Klippeneck Zeltlager
Eingereicht vom FSV Denkingen bei der Volksbank Rottweil eG

Für jeweils mehr als 650 jugendliche Fußballer sind die vier Tage Zeltlager auf dem Klippeneck am Rand der Schwäbischen Alb seit Jahrzehnten ein absolutes Highlight. Und das nicht nur, weil die rund 50 Mannschaftszelte in 1000 Meter Höhe aufgeschlagen werden. Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Erleben der Natur, ohne Strom und fließendes Wasser. Es geht darum, eng zusammenzurücken und Spiel, Spaß und Freude am Sport und am Leben zu haben. Zum Programm gehören die Turniere der Spieler der F-, E-, und D-Jugend, aber auch Lagerfeuer, der Lagergottesdienst, der Lagerlauf genauso wie die Möglichkeit auf Bäume zu klettern. 


Schleswig-Holstein

Sport für alle
Eingereicht vom Hoisbütteler Sportverein von 1955 bei der Volksbank Stormarn eG 

Seit 25 Jahren gibt es die Abteilung Integration des Hoisbütteler Sportvereins. Und die Mitglieder fühlen sich wie eine große Familie. 102 Kinder, Männer und Frauen sind aktiv dabei, rund 60 Prozent von ihnen haben eine Behinderung. Vor allem geht es dem Verein darum, behinderte und nicht-behinderte Menschen zusammenzubringen, weil sie voneinander lernen können. Die große Sporthalle des Vereins bietet als Drei-Feld-Sporthalle die idealen Voraussetzungen. Der Platz ermöglicht es, acht bis zehn Sportarten gleichzeitig anzubieten, von der Hüpfburg, über Tischtennis, Tischfußball, Schaukeln, Gymnastik, Seile und vieles mehr.


Mecklenburg-Vorpommern

„Affen stark und Löwen schlau”
Eingereicht vom SV Blau-Weiß Grevesmühlen bei der Volks- und Raiffeisenbank Wismar eG

Die integrative Sportshow „Affen stark und Löwen schlau“ zum Thema Umweltschutz ist von der Sportjugend des Vereins inszeniert worden. Dafür holte der Verein Kitas und Schulen mit sonderpädagogischem oder Integrationsschwerpunkt mit ins Boot. Ziel ist es vor Ort ein Netzwerk aufzubauen, um die unterschiedlichen Akteure, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, zusammenzubringen. 


Thüringen

Vom Ein-Sparten-Verein zur Sportgemeinschaft
Eingereicht vom Ski-Verein Triebes bei der Volksbank Vogtland eG

Der frühere Spartenverein hat sich den Herausforderungen und Veränderungen in seiner Region gestellt und ganzjährige Angebote geschaffen. Neben dem nordischen und alpinen Skisport hat er inzwischen sogenannte „Sommersportarten“ wie Radfahren, Wandern und Nordic Walking im Programm. Mit einem „Baukasten-Prinzip“ haben alle Altersgruppen die Möglichkeit, Sportarten zu kombinieren und bekommen so ganz individuelle Trainingsmöglichkeiten. Und zwar zu jeder Jahrszeit.


Brandenburg

„Die Familie – ein starkes Team im Sportverein“
Eingereicht vom SC Flemsdorfer Haie bei der Volksbank Uckermark-Randow eG

Seit August 2011 rückt der Verein Familien in den Mittelpunk. Zu den Angeboten gehören wöchentliche Kinder-und Jugendsportgruppen, Motto-Familientage oder Beachpartys. Fast die Hälfte der rund 200 Einwohner in Flemsdorf ist im Verein aktiv. Damit prägt der SC das gesellschaftliche Leben im Ort– weit über die üblichen Grenzen eines Sportvereins hinaus.
Dass der Verein auf dem richtigen Weg ist, unterstreicht auch die Mitgliederentwicklung. Aktuell haben die Flemsdorfer Haie 111 Mitglieder, Tendenz steigend.


Saarland

„Tennis – unser Sport verbindet Generationen“
Eingereicht vom Tennisclub Schwarz-Weiss Bous 1927 e.V. bei der Volksbank Saarlouis eG

Tennis ist für den TC Bous ein idealer Familiensport, bei dem alle Generationen miteinander Spaß haben können. Der jüngste Spieler des Vereins ist drei, der älteste 86 Jahre alt. Gerade im Nachwuchsbereich hat der TC Bous Erfolge zu verzeichnen, seit das Konzept für den Bereich Kinder und Jugend 2008 umgestellt wurde. Es gibt Kooperationen mit Kitas und Schulen, eine Tennis-AG und kostenloses Schnuppertraining. Einmal im Jahr schlüpfen beim Nostalgie-Turnier alle in Tennis-Outfits vergangener Zeiten – einer der Höhepunkte des Vereinslebens.

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