Bundessieger und Gewinner des „Großen Stern des Sports“ in Gold 2005

TSV Hochdahl (eingereicht bei der Volksbank Remscheid-Solingen eG)

Offene Tür für einen guten Start in die Zukunft

Hochdahl ist ein Stadtteil von Erkrath in Nordrhein-Westfalen. Fast 60 Prozent der Kinder und Jugendlichen haben hier einen Migrationshintergrund. Sie kommen aus der Türkei, aus Marokko, der Ukraine, den GUS-Staaten, aus Polen, Spanien, Italien und vielen weiteren Ländern. Viele von ihnen kommen regelmäßig zum TSV Hochdahl. Bereits seit 1988 hat der Verein die Trägerschaft für einen offenen Treffpunkt für Kinder und Jugendliche übernommen – mit dem Namen „Offene Tür“.

Sport als SprungbrettDas Angebot der „Offenen Tür“ reicht von Hausaufgabenbetreuung über geschlechtsspezifische Mädchen- und Frauenarbeit und sozialpädagogische Beratung bis hin zu einer Vielzahl von Sportkursen im Rahmen des Programms „Integration durch Sport“. Großen Anklang finden auch die Ferienfahrten, welche die Kinder regelmäßig zu nordrhein-westfälischen Kulturstätten führen.

„Es ist wichtig, dass man möglichst vieles versucht, um an die ausländischen Mitbürger heranzukommen. Dabei sollte das Ziel nicht primär die Mitgliedschaft im Verein sein“, erklärt Gabriela Klosa, die seit neun Jahren als Projektleiterin mit von der Partie ist. Sie kennt die Hemmschwellen von Migranten aus eigener Erfahrung. Mit 17 kam sie aus Polen nach Deutschland. Im TSV Hochdahl können alle, auch ohne Mitglied zu werden, an den offenen Sportangeboten teilnehmen. Zu diesen gehören zum Beispiel eine Breitensportgruppe für Jungen, eine Fitnessgruppe für Mädchen, eine Fußballgruppe und eine Billardliga.

Muslimische Mädchen und Frauen ansprechen

Gute Erfahrungen hat Gabriela Klosa auch mit unterschiedlichen Kooperationen gemacht, wie etwa mit den Schulen oder dem Frauengesprächskreis. „Gerade der Zugang zu muslimischen Mädchen ist nach der vierten Klasse oftmals schwierig. Zu vielen bricht dann der Kontakt ab, da die Mädchen unzählige Pflichten im familiären Umfeld zu erfüllen haben. Wir sind daher froh, dass wir über die Schulen Sportkurse anbieten können“, verdeutlicht die Projektleiterin. Neben dem Programm „Integration durch Sport“ erhält der Verein auch von der Sportjugend Nordrhein-Westfalen wichtige finanzielle sowie inhaltliche Unterstützung bei diesen Maßnahmen.

Auch die jährlichen Aktionstage für Frauen und Mädchen werden gut angenommen. Dabei bietet der Verein einen ganzen Tag lang Schnupperkurse in den unterschiedlichsten Sportarten an. Männer müssen draußen bleiben, das senkt für die Frauen und Mädchen die Hemmschwelle sich auszuprobieren.

Im Idealfall schließen sich die Frauen danach einem Sportkurs oder sogar dem Verein an. Gabriela Klosa macht sich jedoch keine Illusionen, denn bis dahin ist es ein langer Weg: „Uns geht es darum, den Frauen überhaupt erst einmal die Freude am Sport nahe zu bringen.“

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