Silbersieger 2018

Diese 17 Vereine haben den „Großen Stern des Sports“ in Silber erhalten und dürfen sich nun auf eine Einladung zum Bundesfinale am 22. Januar 2019 in Berlin freuen:


Hamburg:

Eimsbütteler Turnverband e.V. 
(Hamburger Volksbank eG)
Der Eimsbütteler Turnverband e.V. wurde für sein Projekt „Lebenslang Fechten – Gut für Körper und Geist“ ausgezeichnet. Nach dem Motto „Lerne Fechten im Alter“ wurden generationenübergreifende Einsteigerkurse angelegt. Fechten ist als Sport für Ältere besonders geeignet, da es die Konzentration und Fokussiertheit, den Gleichgewichtssinn sowie Schnelligkeit und Kondition fördert. Dies wirkt dem fortschreitenden Alter entgegen und fördert Körper und Geist.



Saarland:
Boxclub Schaumberg e.V. (Unsere Volksbank eG St. Wendeler Land)
                
Vereinskultur und –bindung sind ohne jugendgerechte Trainingszeiten und Austauschmöglichkeiten nicht möglich, hat der Boxclub Schaumberg entschieden und angepackt: In nur zwei Monaten bauten die Mitglieder des Projektes „Errichtung einer eigenen Trainingsstätte!“ mit viel ehrenamtlicher Unterstützung und Überzeugung sowie dem nötigen Startkapital eine ehemalige Gaststätte zu einer „boxgerechten" Trainingsstätte mit Boxring, Duschen und Clubheim um. 


Sachsen:
Miteinander statt Gegeneinander e.V. (Volksbank Chemnitz eG)

„Miteinander statt Gegeneinander“, das ist nicht nur der Name des Vereins, sondern auch das Motto der „Chemlympics“. Die „Chemlympics“ sind ein großes inklusives Sportfest mit vielen verschiedenen Disziplinen, das Menschen mit und ohne Handicap gemeinsam feiern, begleitet und unterstützt von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Die Leistungen werden nach den Voraussetzungen der Wettbewerbsteilnehmer gewertet. Die „Chemlympics“ zeigen, wie Sport Unterschiede überwinden, Menschen zusammenbringen und Gemeinschaftsgefühl entstehen lassen kann.


Niedersachsen:
Tus Eschede e.V. von 1924 (Volksbank Celle – Niederlassung der Hannoverschen Volksbank eG)
Sich umeinander kümmern und füreinander da sein, das sind Werte, die dem TuS Eschede am Herzen liegen. Als ab 2016 immer mehr Geflüchtete am Rand des Fußballplatzes standen, kam beim TuS Eschede schnell der Wunsch auf, dass auch sie das WIR Gefühl im Sportverein“ erleben sollten. Inzwischen gibt es eine Garagen-Uni, ein Willkommens-Café, individuellen Sprachunterricht und Patenschaften.


Nordrhein-Westfalen:
WSC Lippstadt (Volksbank Beckum-Lippstadt eG)
Die Zusammenarbeit zwischen dem WSC Lippstadt und dem Evangelischen Gymnasium Lippstadt hat eine lange Geschichte. Schon gut 20 Jahre gab es eine gemeinsame Kanu-AG, als 2012 der Kooperationsvertrag „Schulkanu-Projekt Lippstadt Unterrichtsentwicklung auf dem Fluss“ unterschrieben wurde. „Kanu“ gilt seitdem als sportlicher Schwerpunkt der Schule und als echtes Schulfach mit Option zur Sporthelfer-Zertifizierung des LSBs als Kanu-Trainer. 


Weser-Ems:
TuS Glane 1929 e.V (Volksbank Osnabrück eG)
Trotz des breiten Sportangebotes des TuS Glane gibt es viele Menschen, die den Weg zum Sport noch nicht gefunden haben, oder nach Beendigung der aktiven Laufbahn ausgeschieden sind. Um diesen Mitbürgern die Möglichkeit zum Sporttreiben zu geben, baut der TuS Glane auf dem vereinseigenen Gelände einen Sportpark, der in der Endstufe ein Multibeachfeld, eine beleuchtete Nordic Walkingbahn, zwei Boulefelder, ein Schachfeld, einen Mehrgenerationenspielplatz, einen Outdoorfitnessparcour, Flächen für Fußballtennis, Basketball und Einradfahren sowie eine Rasenfläche für Jugendtraining umfassen soll.


Thüringen:
Rehasportverein Mühlhausen e.V.  (VR Bank Westthüringen eG)
Das Inklusionsprojekt „Ich lebe ohne Hindernisse“ (ILOH) hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen mit und ohne Handicap gemeinsame Zeit zu schenken und ihnen sportliche Aktivitäten, wie z.B. Rollstuhlbasketball, Mobilitätstraining, Boccia und Handbike-Touren, zu ermöglichen. Barrieren, ob nun in der Umgebung oder in den Köpfen, sollen durch die Begegnung abgebaut werden. Der Landkreis Unstrut-Hainich ist unter der Federführung von ILOH eine von zehn Modellregionen für Inklusion im Sport in Deutschland.



Berlin:
Berliner TSC e.V. (Berliner Volksbank eG)
Wie gelingt es, junge Menschen für den Sport und das Vereinsleben zu begeistern? Auf diese Frage fand der Berliner TSC eine kreative Antwort mit einem Filmworkshop für Jugendliche. Aus dem Projekt „Blick der Jugend auf den Berliner TSC e.V“ entstand eine Reihe von Kurzfilmen, in denen 14 Jugendliche aus sieben Abteilungen authentisch vermitteln, was ihnen der Sport im Verein bedeutet. Im Rahmen der Jubiläumsfeier stellten die jugendlichen Vereinsmitglieder die Videos vor. Außerdem wurden die Filmprojekte auf der Homepage, Facebook und Instagram veröffentlicht.



Mecklenburg-Vorpommern:
Rostocker Goalballclub Hansa e.V.
„Um die Jahrtausendwende war Inklusion ein Fremdwort in Mecklenburg-Vorpommern“ –so die These des RGC Hansa. Deshalb werden seit 2015 „Normalsehende“ aktiv für Goalball, die beliebteste Ballsportart für Menschen mit Sehbehinderung, geworben. Seit 2017/2018 trainieren Menschen mit und ohne Sehbehinderung gemeinsam. Der Verein hat es geschafft eine Teamdynamik zu entwickeln, die auf Vertrauen, Wertschätzung, Respekt, Einsatzbereitschaft für andere und einer Interaktion zwischen Sehbehinderten und Sehenden aufbaut, die gegenseitig auch noch etwas voneinander lernen können.


Sachsen-Anhalt:

LSV 90 Klein Oschersleben e.V. (Volksbank Börde-Bernburg eG)
Sport ist schön und in vielfältiger Natur noch schöner. Dass Sport und Umweltschutz eine gute Kombination sind, haben deshalb der LSV und die Interessengemeinschaft der Naturfreunde Klein Oschersleben längst erkannt. Lange besteht schon eine Kooperation mit dem Ziel, allen Bürgerinnen und Bürgern das Landschaftsschutzgebiet Bodenau nahezubringen. Unzählige Vogelnistkästen wurden gebaut und aufgehängt, Insektenhotels gebastelt und Müllsammelaktionen durchgeführt. Regelmäßig finden Kinderzeltlager und Paddelboottouren statt, sowie ein Gänsebratenlauf unter dem Motto „Laufen für den Umweltschutz“.


Brandenburg:
Reitverein Integration Ladeburg e.V. (Berliner Volksbank eG)
Wer Pferde liebt und Reiten oder Voltigieren lernen möchte, der ist beim Reitverein Integration aus Bernau genau richtig. „TAPFER – Therapeutische Arbeit mit dem PFERd“ heißt die Devise des Vereins, der sich von Anfang an auf das therapeutische Reiten spezialisiert hat. Menschen aller Altersgruppen mit und ohne Handicap können beim RVI die heilende Wirkung des Reitens kennenlernen und gemeinsam Spaß haben, darunter immer mehr Kinder mit Fluchterfahrung oder aus sozial schwachen Familien.
 


Bayern:
Turnverein 1848 Erlangen e.V. (VR-Bank Erlangen-Höchstadt-Herzogenaurach eG)
Der Wegzug von Kindern, nachlassende Mobilität, der Tod des Partners oder der Partnerin–diese und weitere Umstände steigern das Risiko sozialer Isolation bei älteren Menschen. Um dieser aktiv entgegen zu wirken, hat der TVE 48 einen Fahrdienst für ältere Menschen eingerichtet, bei dem Vereinsmitglieder Hochbetagte von zuhause abholen, um sie mittels Rollator-Sport an sozialen Kontakten und sportlicher Betätigung teilhaben zu lassen. "Wir wollen alternde Menschen im Sport behalten, sie sollen aktiv bleiben", so der Vorstandsvorsitzende des TVE.


Schleswig-Holstein:
SAIL UNITED e.V.
„Jeder Mensch, egal ob mit Behinderung oder ohne, kann surfen, segeln, oder kiten“, so das Motto des Sail United.  In Kooperation mit Verbänden des Behindertensports, Wassersportvereinen und -schulen sowie Reha-Einrichtungen werden Menschen mit und ohne Behinderungen gemeinsam in verschiedenen Wassersportarten, egal ob Surfen, Segeln, Kajakfahren oder auch Trendsportarten wie Stand Up Paddling, unterrichtet, am liebsten in gemischten Gruppen von Menschen mit und ohne Handicap. Trainer und Helfer werden im Umgang mit Menschen mit Behinderungen ausgebildet und unterstützt.



Rheinland-Pfalz:
SV Grün Weiß Müden e.V. (Vereinigte Volksbank Raiffeisenbank eG)
Für die Seniorensportgruppe, den ehemaligen Fußballern des Vereins, zählt heute weniger der sportliche Erfolg. Viel wichtiger sind ihnen gemeinsame Aktivitäten in der freien Natur, die noch dazu einem guten Zweck dienen, wie die Pflege der historischen Pfade der Winzer zu den ehemaligen Weinbergterrassen. Zuletzt haben sich die "Alt-Fußballer auf Spuren des Dreißigjährigen Krieges" begeben und ein 400 Jahre altes, Einsturz gefährdetes Steinkreuz saniert, das an die Hungersnot von 1638 erinnert. In Zukunft wollen sie auch Wanderungen anbieten, um Kindern und Jugendlichen historische Zusammenhänge näherzubringen.


Hessen:
Turnerschaft 1882 Klein-Krotzenburg e.V. (Vereinigte Volksbank Maingau, Niederlassung der Frankfurter Volksbank eG)
Das Ziel der TKK1882: Mehr junge Menschen sollen für das Ehrenamt als Übungsleiter und im Vorstand gewonnen und vor allem begeistert werden. Verantwortung übernehmen, Fehler machen dürfen, sich nach Neigung und zeitlichen Ressourcen engagieren, dazu eine Teamarbeit mit wechselnden Mentoring - das sind die Bausteine der Ressource Vorstand und Trainier. Derzeit sind 70 Prozent des Vorstandes der Turnerschaft Frauen, das Durchschnittsalter liegt bei 38 Jahren. Der Verein hat die Talente seiner Mitglieder geweckt und gefördert - jetzt darf er auf die daraus gewonnene Stärke zählen.



Bremen:
Bremer Turnvereinigung von 1877 e.V. (Bremische Volksbank eG)
Nach dem umjubelten Aufstieg der Bremen Dockers stand der BTV 1877 vor großen Herausforderungen und musste seinen Mitgliedern erst einmal erklären, wie sie das Abenteuer Bundesliga finanziell und organisatorisch bewältigen wollen. Durch das große Engagement aus der Mannschaft und deren Umfeld heraus hat sich im Verein eine ganz eigene Dynamik entwickelt, die am Ende von Erfolg gekrönt war. Der Mut zum Risiko hat sich ausgezahlt, denn die nicht nur die Anzahl an Zuschauern, sondern auch die an Sponsoren hat seitdem stark zugenommen.

Baden-Württemberg:
Sektion Karlsruhe des Deutschen Alpenvereins (DAV) e.V. (Volksbank Karlsruhe eG)
Schon beim Bau der Kletterhalle 2002 haben die Planer und Erbauer darauf geachtet, die Halle und Gruppenräume barrierefrei und behindertengerecht zu gestalten. Die 2011 gegründete Inklusiv-Klettergruppe war von Anfang an kein Anhängsel, sondern ein fester Bestandteil im Gruppenleben der Sektion. Ein weiterer inklusiver Meilenstein war der Bau einer in der Neigung verstellbaren Kletterwand, sowie die Etablierung einer Gruppe für eingeschränkte Jugendliche. Im vergangenen Juni hatten sich 75 Menschen mit Behinderung auf Einladung des DAV erstmals zu einem Paraclimbing Cup getroffen.


Wir wünschen allen Vereinen viel Erfolg!

 

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