Premiere mit Gänsehautfaktor

Bei einer Preisverleihung in der ersten Reihe zu sitzen, neben dem Bundespräsidenten – und dann auch noch 17 glücklichen Gewinnern ihre Schecks überreichen. Dieses besondere Erlebnis hatte Marija Kolak in diesem Jahr erstmals. Die neue BVR-Präsidentin kennt die „Sterne“ trotz der Premiere schon in- und auswendig. Was die „Sterne des Sports“ für sie bedeuten und was sie sich von den Sportvereinen 2018 wünscht, verrät sie im Interview.

Marija Kolak applaudierte begeistert den Finalisten der "Sterne des Sports" 2017
Marija Kolak applaudierte begeistert den Finalisten der "Sterne des Sports" 2017

Was die neue BVR-Präsidentin Marija Kolak an den „Sternen des Sports“ so fasziniert und warum der Wettbewerb für sie die ideale Form einer gelebten, genossenschaftlichen Förderung ist.

Frau Kolak, wie hat Ihnen die Preisverleihung der „Sterne des Sports“ am 24. Januar gefallen?

Es war in meinen Augen für alle Beteiligten eine sehr spannende und emotionale Veranstaltung in der DZ BANK am Pariser Platz in Berlin. Vor allem natürlich für die anwesenden Vereinsmitglieder und die unterstützenden Banken. Die persönliche Begegnung und die Gespräche auf der Veranstaltung haben mich – und ich denke jeden, der vor Ort war – bereichert. Und: Die Gold-Siegervereine konnten wir mit dieser Veranstaltung wieder prominent ins Licht der Öffentlichkeit rücken – mit ihrem hervorragenden ehrenamtlichen gesellschaftlichen Einsatz in vielfältigen kreativen Projekten, sei es im Bereich der Gesundheit, Integration oder für Kinder und Jugendliche. Diese hohe, bundesweite mediale Aufmerksamkeit trägt neben den Preisgeldern zur Förderung dieser Projekte bei und motiviert, weiterzumachen oder neue Initiativen ins Leben zu rufen.

Sie haben zum ersten Mal als Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken teilgenommen. Wie war es, in der ersten Reihe zu sitzen, beziehungsweise allen Gewinnern ihren Scheck überreichen zu können?

In der Tat war das ein Perspektivwechsel. Dieses Mal gehörte ich zu denen, die die Preise auf der Bühne an die Gewinner überreichen durften – gemeinsam mit dem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier und DOSB-Präsident Alfons Hörmann. Zugleich konnte ich nachfühlen, wie es den Vereinen und den fördernden Banken im Publikum ergeht, denn so habe ich es in den Jahren zuvor als Vorstand der Berliner Volksbank erlebt – und es als Ehre empfunden, wenn der Verein, den wir seinerzeit als Bank aktiv begleitet hatten, auf der Bühne vom Bundespräsidenten oder der Bundeskanzlerin ausgezeichnet wurde. 

Was war Ihr Highlight bei der Preisverleihung?

Da würde ich gleich von mehreren Highlights sprechen: Zuallererst, die Vereine auf der Veranstaltung selbst kennenzulernen und deren außergewöhnliche, herausragende Projekte noch einmal im Rahmen des Bühnenprogramms in Filmen und unmittelbaren Schilderungen der Initiatoren vorgestellt zu bekommen. Der Gänsehautfaktor hat sicher spätestens das gesamte Publikum erreicht, als im Preisträgerfilm und im Gespräch auf der Bühne von den Vereinsvertretern erklärt wurde, wie die Gold-Sieger „Die GäMSen“ ihr Angebot „Trotz Rollstuhl an die Kletterwand“ ins Leben gerufen haben und realisieren. Da wurde klar, dass mit gemeinsamen Kräften quasi alles möglich ist. Und für die Vereine sowie Banken und auch für mich persönlich war es eine Ehre, dass der Bundespräsident die „Sterne“ in Gold an die Gewinner überreicht hat.

Welchen Stellenwert haben die „Sterne des Sports“ für den BVR und die Banken? Warum passen die „Sterne“ so gut zu den Volksbanken und Raiffeisenbanken?

Ich denke, schon die Kontinuität der Auszeichnung spricht für sich: Bereits seit 2004 schreiben die Volksbanken und Raiffeisenbanken die „Sterne des Sports“ gemeinsam mit dem DOSB jährlich aus. Es ist der bedeutendste Breitensportpreis in Deutschland. Wir fördern gesellschaftlich engagierte Sportvereine nachhaltig und in einer transparenten Systematik – mit Bronze-, Silber- und Gold-Auszeichnungen von der Orts- über die regionale Ebene bis zur Bundesebene. Dieses Vorgehen entspricht der dezentralen Struktur des organisierten Sports und der genossenschaftlichen FinanzGruppe. Was die Sportvereine und uns verbindet, ist der hohe Einsatz für die Region, die Menschen vor Ort und der Gemeinschafts- und Fördergedanke. Als Genossenschaftsbanken leben wir schon von unseren Gründern Friedrich Wilhelm Raiffeisen – dessen 200. Geburtstag wir in diesem Jahr feiern – und Hermann Schulze-Delitzsch her das Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe. Genau diesem Gedanken folgt auch die Auszeichnung „Sterne des Sports“.

Was möchten Sie den Vereinen auf den Weg geben, die sich 2018 bei den „Sternen“ bewerben? 

Zunächst einmal möchte ich jeden Sportverein, der sich in irgendeiner Weise gesellschaftlich engagiert, motivieren, sich bei den „Sternen des Sports“ 2018 zu bewerben. Sie machen damit auf Ihre Initiative aufmerksam, Sie steigern die Attraktivität Ihres Vereins, können so neue Mitglieder gewinnen, darunter viele Menschen, die sich zusätzlich ehrenamtlich einsetzen. Es erwarten Sie im Fall einer Auszeichnung Preisgelder auf mehreren Stufen, die bis zu 14.000 Euro reichen können, wenn Ihr Verein sogar in allen drei Stufen gewinnt und es bis zum „Großen Stern des Sports“ in Gold schafft. Sprich: Reden Sie darüber, machen Sie darauf aufmerksam, wenn Sie Gutes tun!

 

Hand aufs Herz:

Langschläfer oder Frühaufsteher? „Frühaufsteherin.“
Thriller oder Komödie? „Beides hat seinen Reiz.“
Camping oder Kreuzfahrt? „Wichtiger ist mir das Reiseziel, es darf sonnig sein.“
Bauch oder Kopf? „Eindeutig eine gesunde Kombination aus Kopf und Bauch.“
Tribüne oder Spielfeld? „Im übertragenen Sinne: das Spielfeld. Dinge aktiv im Team voranzutreiben.“


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    Marija Kolak applaudierte begeistert den Finalisten der "Sterne des Sports" 2017

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