Solidarität und Kreativität sind die Ratgeber der Stunde

Nach wie vor zeigt sich in Zeiten von Vorsichtsmaßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie, wie viel Innovationsgeist und Kreativität in den deutschen Sportvereinen steckt. Auch die „Sterne des Sports“-Vereine finden Alternativen zum geselligen Sporttreiben. Wir stellen einige Beispiele aus der Sportwelt vor.

Trimmy vor dem Brandenburger Tor in Berlin 
Foto: DOSB
Trimmy vor dem Brandenburger Tor in Berlin Foto: DOSB

Das Corona-Virus beeinträchtigt in allen Regionen nicht nur den Sport, sondern auch den Alltag vieler Mitbürger*innen.

Die Handballer des TV 05/07 Hüttenberg machen nun aus der Not eine Tugend und helfen dort, wo es geht. Da die Schulen geschlossen sind, die Sportstätten nicht betrieben werden dürfen, ist mehr Zeit, um etwas Gutes zu tun. Die Spieler des gesamten Vereins bieten ihre Hilfe denjenigen an, die sie benötigen. Menschen in Quarantäne oder auch aus Risikogruppen, die den Gang in den Supermarkt aus Selbstschutz nicht mehr erledigen, sind die Zielgruppe. 

Frederick Griesbach, Trainer der Zweitliga-Handballer: „Wir bieten den Menschen in der Region an, ihre Einkäufe zu erledigen oder auch den Müll an den Straßenrand zu stellen. Vielleicht sind es nur kleine Taten, doch wir sind uns sicher, dass die Hilfebedürftigen hiermit unterstützt werden. Natürlich achten wir auch darauf, dass sich keiner von uns in unnötige Gefahrensituationen o.ä. begibt.

#HeimArena Mit großem Erfolg macht sich zum Beispiel Alba Berlin Gedanken um die vielen Kinder und Jugendlichen, die sich zu Hause aufhalten müssen. Mit "Albas täglicher Sportstunde" ist dem Berliner Basketballverein ein viel beachteter Erfolg im Kampf gegen die Bewegungslosigkeit in den eigenen vier Wänden gelungen.

Zumba@home Unser Silberpreisgewinner 2019 aus Schleswig-Holstein, der TSV Schwarzenbek, macht es in dreifacher Hinsicht vor: Mit einer Zumba @Home Videoanleitung auf YouTube gibt der Verein uns in den Zeiten von #covid19 etwas in die Hand, wie wir in unseren eigenen vier Wänden Sport treiben können. Gleichzeitig ist der TSV Schwarzenbeck damit auch ein tolles Vorbild für alle anderen Vereine. Zudem setzt er auch ein Zeichen: Wir bleiben zuhause #stayathome.

Der HTHC Hamburg Lacrosse gibt auf Instagram unterhaltsame Einblicke in die Quarantäne-Zeit seiner Mitglieder. Mit verschiedenen Postings berichten diese über ihre Maßnahmen, fit zu bleiben und verkünden ihren jeweiligen „Killer-Song“ fürs Home-Workout.

Der Landessportbund Berlin bietet in Kooperation mit dem rbb die Solidaraktion „Move at Home“ an. Per Livestream bieten verschiedene Berliner Vereine unterschiedliche Home-Workouts an und wollen so die Bevölkerung zum Sport in den Wohnzimmern des Landes motivieren.

TIME-OUT für das Vereinsleben

Viele Sportvereine appellieren aber auch ganz offensiv an ihre Mitglieder, die Mitgliedschaften nicht auszusetzen oder gar zu kündigen. Für die gemeinnützigen Sportvereine sind die Beiträge auch eine Existenzgrundlage. Prof. Dr. Detlef Kuhlmann beschreibt die Situation der Sportvereine sehr schön in einem Kommentar: „Sportvereine sind keine Supermärkte für Sportangebote. Im Sportverein kann man sich nichts kaufen, im Kern sind Sportvereine eine Gemeinschaft von Gleichgesinnten, die ihren Sport aus Liebe ausüben.“

Auf den Social Media Kanälen der „Sterne des Sports“ werden Vereinsinitiativen rund um die Corona-Krise vorgestellt.


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Foto: DOSB
    Trimmy vor dem Brandenburger Tor in Berlin Foto: DOSB