Großer „Stern des Sports“ in Gold 2008 – Finalisten

Saarland

In 80 Tagen um die Welt
Eingereicht vom TV Altstadt 1920 bei der VR Bank Saarpfalz eG
Bundessieger der „Sterne des Sports“ in Gold 2008

Das Fitness-Programm „In 80 Tagen um die Welt“ des TV Altstadt 1920 hat einen ganzen Ort in Bewegung gebracht. Ziel war es, wie in dem berühmten Roman von Jules Verne, gemeinsam so viele Kilometer zu sammeln, dass es für einmal um die Erde gereicht hätte. Doch statt der angepeilten 40.000 Kilometer waren es am Ende über 100.000, die zusammen kamen. Die Begeisterung für die gemeinsame Aktion versetzte die Altstadter nämlich in ein regelrechtes Bewegungsfieber: Läufer, Schwimmer, Boot- und Radfahrer – alle zogen an einem Strang und nutzten jede Chance, um das große Ziel zu erreichen.

Die Aktion stärkte das Zusammengehörigkeitsgefühl im Ort gewaltig. Der TV Altstadt setzte das Projekt aber auch ganz gezielt für die eigene Mitgliederwerbung ein: Die Presse wurde immer wieder zu einzelnen Aktionen eingeladen. Für die 80 Tage gab der Verein eine Schnupper-Mitgliedschaft aus. Viele der Mitglieder auf Zeit verlängerten, nachdem die Aktion vorbei war, unter anderem entstand so auch ein neuer Lauftreff, der immer noch existiert. 


Berlin

„Die Fitmacher“
Eingereicht vom TSV Berlin-Wittenau 1896 bei der Berliner Volksbank eG
2. Platz „Sterne des Sports“ in Gold 2008 

Der Seniorensport ist fester Bestandteil des TSV Berlin-Wittenau 1896. Angesiedelt in der als „Märkisches Viertel“ bekannten Wohnsiedlung im Berliner Norden begann der Verein vor rund 15 Jahren gezielt sein Angebot für Männer und Frauen ab 50 auszubauen In den Hochhäusern der Siedlung leben viele ältere Menschen, oft sind sie allein und haben nur wenige Ansprechpartner und Kontakte. Hier setzen „Die Fitmacher“ an. Das sportliche Programm ist altersgemäß zur speziellen Gesundheitsförderung ausgerichtet. Es reicht von Präventions- bis zu Rehabilitationskursen, soll aber auch den Kontak untereinander fördern. Das Angebot wurde schnell zum Erfolg. Inzwischen zählt der Seniorensport 600 Mitglieder.

Durch seine offenen Sportangebote gewinnt der Verein selbst neue Mitglieder; trägt aber auch zu einem besseren Miteinander in der Wohnsiedlung bei. Die Leute kommen zusammen, lernen sich kennen und unternehmen gemeinsam etwas. Eine Entwicklung, die auch die zuständige Wohnungsbaugesellschaft „GeSoBau“ zu schätzen weiß. Sie unterstützt den Sportverein nicht nur durch finanzielle Mittel und bereitgestellte Räume, sondern bezahlt auch neuen Mietern ab einem Alter von 50 Jahren eine Jahresmitgliedschaft im Verein.


Württemberg

Netzwerk für den Behindertensport
Eingereicht von der TSG Reutlingen bei der Volksbank Reutlingen eG
3. Platz „Sterne des Sports“ in Gold 2008


Dr. Martin Sowa, der Leiter des Behindertensports der TSG Reutlingen, und sein Team haben in Baden-Württemberg ein Netzwerk für den Behindertensport aufgebaut. Seit über 30 Jahren arbeiten sie ein ihrem umfassenden bunten Kursangebot für Menschen mit geistiger- und Mehrfach-Behinderung. Sie kooperieren mit anderen Vereinen, Schulen, Werkstätten oder Wohngruppen sowie der Pädagogischen Hochschule in Reutlingen, deren Absolventen ihre Ideen gerne mitnehmen.

Ein Domino-Effekt, der vom Verein durchaus beabsichtigt ist. So wird das Netz täglich dichter. Allein in Baden-Württemberg ist die TSG Reutlingen in allen vier Regierungsbezirken Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg und Tübingen feinmaschig vernetzt. Auch das Zusammenwirken und die  Netzwerke mit Vereinen von Nichtbehinderten nehmen zu. Diese treten mittlerweile selbst an die Behindertensportabteilung des TSG Reutlingen heran. Laufveranstaltungen wie „Zieh dir den Schuh an“ gemeinsam mit einem der größten Laufvereine der Region Igel (IGL) Reutlingen oder der Altstadtlauf erfreuen sich steigender Teilnehmerzahlen. 


Baden

Fußball baut Brücken 
Eingereicht vom SC 1906 Neuburgweier bei der Volksbank Ettlingen eG

Fußballspielen für Kinder mit Behinderung direkt erlebbar machen – das war die Idee, die hinter der Kooperation des SC 1906 Neuburgweier mit der Schule für Körperbehinderte Karlsbad steht. 2004 kam der erste Kontakt zustande, daraufhin stellte die Schule eine Trainingsstunde pro Woche fest in den Stundenplan ein. Etwa zehn Jugendspieler des SC und 25 Schüler mit Behinderungen - die meisten von ihnen sind gehbehindert, einige sitzen im Rollstuhl - treffen sich seither regelmäßig auf dem Rasen. Sie sind zwischen elf und 15 Jahre alt.

Die Spieler der Jugendabteilung des SC kommen zu dem Training in die Karlsbader Schule und übernehmen die Patenschaft für jeweils einen Schüler. Das gemeinsame Training ist für beide Seiten eine wertvolle Erfahrung. Es fördert die Motivation, den sozialen Umgang und auch die körperliche Leistungsfähigkeit der Schüler mit Handicap. Die jungen Spieler vom SC Neuburgweier sind als Paten und Co-Trainer gefordert, lernen Barrieren abzubauen und offen mit Krankheit und Behinderung umzugehen. 


Schleswig-Holstein

„ADDler Camp“
Eingereicht von Menschen in Bewegung Bad Segeberg bei der Raiffeisenbank eG Leezen

Das „ADDler Camp“ hat der Verein Menschen in Bewegung Bad Segeberg 2003 zum ersten Mal auf die Beine gestellt. Die Idee dahinter: Kinder, bei denen Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS) oder Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADS) diagnostiziert wurde, werden für zehn Tage in einem Feriencamp betreut. Geschulte Psychologen, Ärzte, Lehrer und Betreuer vermitteln den Kindern ganz spielerisch neue Ansätze zu Bewegung, Ernährung, Entspannung und Suchtverhalten.

Für das Camp stand ein Projekt der University of Canberra (Australien) Pate. Im Camp gelten klare Regeln: Haben sich die Kinder einmal für oder gegen etwas entschieden, bleibt es dabei. Außerdem verzichten sie während der zehn Tage auf ihre Medikamente, auch Süßigkeiten bleiben zu Hause. In der homogenen Gruppe, in der die hyperaktiven Kinder unter sich sind, läuft alles etwas schneller ab. Hier fühlen sie sich nicht Abseits der Norm und nehmen die Erkenntnis mit nach Hause, nicht „falsch“ zu sein. Das reduziert den Stress bei den Kindern erheblich. Bei dem Konzept werden auch die Eltern aktiv mit einbezogen und in einem speziellen Elterntraining geschult. 


NRW

„Leichtathletik-Tour“
Eingereicht vom TV Kaldauen 1906 bei der VR-Bank Rhein-Sieg eG

Bei vielen Sportvereinen steht das Thema „Nachwuchsgewinnung“ ganz oben. Beim TV Kaldauen 1906 ist das eigentlich nicht anders – aber der Verein hat einen neuen und erfolgreichen Weg gefunden, Kinder und Jugendliche für den Sport zu begeistern. Sage und schreibe 10.000 Jugendliche haben Initiator Thomas Eickmann und seine Helfer in den vergangenen vier Jahren gesichtet. Die Zahl der Mitglieder der eigentlich kaum noch existenten Leichtathletik-Abteilung des Vereins ist von ehemals sechs auf 306 förmlich explodiert.

Die Idee, die hinter dieser beeindruckenden Entwicklung steht: Wenn die Kinder nicht zum Verein kommen, muss der Verein zu den Kindern gehen. Deshalb hat sich der TV Kaldauen die „Leichtathletik-Tour“ ausgedacht, mit der er direkt in den Schulen nach neuen Leichtathletik-Talenten hält. Der TV Kaldauen hat so für die Leichtathletik in Siegburg und Umgebung neue Impulse gesetzt. Anderswo kämpft die Leichtathletik mit Nachwuchssorgen, weil sie gegenüber Trendsportarten in den Hintergrund tritt. Das allgemeine Interesse an Leichtathletik ist nur während der Olympischen Spiele groß. Der TV Kaldauen hat es geschafft, das zu ändern.


Rheinland-Pfalz Nord

„Wir gemeinsam für ein starkes Europa“
Eingereicht vom Habscheider SV 1966 bei der Raiffeisenbank Westeifel eG

Der vom Habscheider SV initiierte Jugendaustausch „Wir gemeinsam für ein starkes Europa“ bringt junge Menschen im Alter von 14-24 Jahren aus Deutschland, Italien, Malta, Portugal und Schweden zusammen. Als Gastgeber wechseln sich die Kooperationspartner ab. Die Hälfte der Teilnehmer kommt aus sozial schwachen Verhältnissen oder ist körperlich oder geistig behindert; maßgeblich gefördert wird das Projekt durch das EU-Programm „Jugend in Aktion“.

Beim gemeinschaftlichen Floßbau, beim Klettern im Hochseilpark und beim Aufführen eines Musicalmedleys wurde beim Habscheider SV zum Beispiel das Zusammengehörigkeitsgefühl gestärkt. Die Jugendlichen erlebten Europa hautnah. Sprachprobleme spielten schon nach wenigen Tagen keine Rolle mehr.

Der internationale Austausch soll den Jugendlichen neue Perspektiven zu vermitteln. Er versteht sich aber auch als Starthilfe für die Jobsuche im europäischen Ausland.


Brandenburg

Mountainbike und BMX Trainingszentrum
Eingereicht von den Pic Trail Raiders bei der Berliner Volksbank eG

Der Traum von einer eigenen BMX-Anlage ist für junge Mountainbike- und BMX-Fans aus Falkensee wahr geworden. Mehr als vier Jahre hatten sie davor „im Untergrund“ gelebt. Die Jugendlichen trafen sich heimlich an sogenannten „Spots“, so heißen die in privaten Waldgrundstücken illegal aufgeschütteten Schanzen im Fachjargon. Anfänglich wurden sie von den Besitzern der Grundstücke noch geduldet. Doch je mehr Anhänger der Sport fand, desto mehr sank die Toleranz der Eigentümer, die die Erdhügel schnell wieder dem Boden gleich machten.

Aus dem Wunsch der Jugendlichen heraus, dauerhaft einen Platz für sich und ihre Leidenschaft zu finden, entwickelte sich der Verein „Pic Trail Raiders“, was so viel bedeutet wie „den sich vorgestellten Weg mit dem Fahrrad fahren“. Mit einem Konzept für die Gestaltung eines Geländes wendeten sich die jungen Radfahrer an die Stadtverwaltung von Falkensee. 2007 stellte die Stadt ihnen für die Einrichtung eines Mountainbike- und BMX-Geländes, das erste seiner Art im Havelland, finanzielle Mittel zur Verfügung. Doch für die Pic Trail Raiders war es damit nicht getan. Tatkräftig halfen sie bei der Gestaltung des Geländes und beim Aufbau der Schanzen mit. Inzwischen wurde auch mit dem zweitem Bauabschnitt begonnen. Diesmal geht es um Schanzen speziell für Anfänger. 


Mecklenburg-Vorpommern

Integration Behinderter mit Segelsport
Eingereicht vom Plauer Hai-Live e.V. bei der Volks- und Raiffeisenbank eG Güstrow

Der Verein aus Mecklenburg-Vorpommern fördert die Integration von Behinderten durch Segeln. Womit auch Menschen gemeint sind, die sich von einem Schlaganfall erholen und den Segelsport als Teil der Rehabilitation machen. Es sind Menschen, die durch Krankheiten oder Unfälle an den Rollstuhl gebunden oder anderweitig nur eingeschränkt bewegungsfähig sind; darunter auch einige mit geistigen Behinderungen. Der Mann der Vereinsvorsitzenden Annett Schumann ist Neurochirurg und leitender Arzt an der Reha-Klinik Plau am See. Er weiß um die Schwierigkeiten, die Behinderte haben, wenn sie nach dem Klinikaufenthalt zurück in ihren Alltag gehen. Vor diesem Hintergrund entstand die Idee für das Angebot „Segler mit Handicap.“ Die Altersgruppe ist weit gefasst: sie reicht von 18 bis 72.

Gemeinsam mit einem Herbergsvater vom Plauer See entwickelte das Ehepaar Schumann das Konzept für die Plauer Haie. In der Herberge wurden behinderten gerechte Unterkünfte eingerichtet und das Klinikum am See spendete das erste Boot. Ein Einmannkielboot der Klasse 2.4 mR („two-point-four“) wie es auch bei den Paralympics zugelassen ist. Inzwischen verfügt der Verein über fünf solcher Boote sowie einen kostenfreien Steg an der Plauer Marina und einen eigenen Container. 


Rheinland-Pfalz Süd

Gesundheit und Prävention
Eingereicht von der Turnerschaft 1863 Germersheim bei der Volksbank Südpfalz eG

Sport ist Medizin. So lautet das Motto von Brigitte Vetter, 1. Vorsitzende der Abteilung Gesundheitssport der Turnerschaft 1863 Germersheim. „Fit zu bleiben und Sport zu treiben, dient der Prävention und langfristigen Gesundheitshilfe, besonders bei Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen“,meint sie. Nur konsequent, dass die damalige Übungsleiterin ihrem Turnverein vor 17 Jahren vorschlug, neben den üblichen Sportarten wie Leichtathletik oder Turnen zusätzlich Gesundheitssport anzubieten.
Sportkurse wie „Rückenfit“, „Mollig und mobil“, „Pilates“, „Yoga“ oder „Fatburner“ sind seitdem ununterbrochen beliebt und gut besucht. Für fast alle Altersgruppen, Bedürfnisse und Geschmäcker ist etwas dabei. Das Besondere der Abteilung Gesundheitssport sind aber die Kurse, die sich an spezielle Zielgruppen richten, beispielsweise an Herz- oder Diabetes-Patienten. Dafür stehen Fachpersonal und ein sich wöchentlich abwechselndes Ärzte-Team zur Verfügung. Der Verein ist mittlerweile mit knapp 2.000 Mitgliedern einer der größten im Landkreis und hat ein so breitgefächertes Kursangebot, dass die Teilnehmer teilweise bis zu 20 Kilometer fahren, um mitzumachen. Alle Gesundheitssport-Kurse der Turnerschaft Germersheim können über die Krankenkassen abgerechnet werden. 


Hessen

„Judo für pfundige Kids“
Eingereicht vom Judo-Club Grünberg bei der Volksbank Mittelhessen eG

Kinder, die auf Grund ihrer Körperfülle und den fehlenden Erfolgserlebnissen im Schulsport die Lust an Bewegung verloren haben, wieder für Sport begeistern, das ist das Ziel des Judo-Clubs Grünberg. Mit „Judo für pfundige Kids“ gelingt es ihm seit 2007 unsportliche und zu schwere Kinder spielerisch wieder an Sport und Bewegung heranzuführen. Denn Judo ist eine Sportart für jede Gewichtsklasse. Neben dem Training werden aber auch die Eltern eingebunden und für die Themen Bewegung und Ernährung sensibilisiert.

Das Konzept, übergewichtige Kinder in einer homogenen Gruppe zu trainieren, geht auf. Die Kinder verbessern ihre Ausdauer, trainieren ihre Beweglichkeit, Reaktionsfähigkeit und Kraft und ganz nebenbei purzeln die Pfunde. Im Kurs über meist 15 Wochen merken die Kinder oftmals zum ersten Mal, dass auch sie im Sport etwas erreichen können. Danach werden sie dann meist problemlos in das Regelvereinstraining integriert. Auch das Erlernen von Entspannungstechniken gehört dazu. Dabei lernen die Kids Alternativen zu ihren oftmals falschen Stressbewältigungsritualen kennen: statt sich in Stress- und Belastungssituationen mit Süßigkeiten zu beruhigen, hilft einmal tief durch atmen.


Thüringen

Integration durch Boxen
Eingereicht vom Weimarer Boxverein bei der VR Bank Weimar eG

Beim Weimarer Boxverein gehen integrative Nachwuchsarbeit und sportliche Leistung Hand in Hand. Clubmitglieder unterschiedlicher Herkunft und Konfession trainieren kameradschaftlich zusammen und boxen sich bei Landesmeisterschaften von Sieg zu Sieg. Der Boxclub legt großen Wert auf Disziplin und es gibt feste Regeln: Im Verein wird Deutsch gesprochen und die Sportler begrüßen und verabschieden sich mit Handschlag.

Dafür, dass bei allen sportlichen Erfolgen, die Schule nicht auf der Strecke bleibt, sorgt eine eigene Nachhilfeabteilung im Verein. Auch Eltern mit Migrationshintergrund können am Deutschunterricht teilnehmen. Maßnahmen, die sich später auszahlen. Noch nie ist ein Sportler des Vereins ohne Lehrvertrag aus der Schule gegangen. Das Netzwerk mit Firmen und Betrieben in Weimar und Umgebung funktioniert.

Der Verein hat 115 aktive Mitglieder, etwa 65 davon mit Migrationshintergrund. Seit 2006 steigen in Weimar auch Mädchen in den Ring. Auch zwischen den Geschlechtern gibt es keine Konflikte. 


Sachsen

Integration in das gesellschaftliche Leben
Eingereicht vom Boxring Atlas Leipzig bei der Volksbank Leipzig eG

Integration ist ein gesellschaftlicher Prozess, der sich nicht allein an die zugewanderte Bevölkerung richtet, sondern eine aktive Mitwirkung aller erfordert, davon ist der Verein Boxring Atlas Leipzig überzeugt. Hier kommen Kinder und Jugendliche unterschiedlicher ethnischer und sozialer Herkunft und unterschiedlicher Bildung zusammen, um gemeinsam zu trainieren. Der Verein ist Stützpunktverein im Programm „Integration durch Sport“ des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB).

In der Interaktion mit anderen Sportlern im Verein lernen Kinder und Jugendliche, egal welche Erfahrungen sie mitbringen, Kompromisse einzugehen, Regeln einzuhalten, Initiativen zu ergreifen, Bedürfnisse zu artikulieren und auf Andere einzugehen. Außerdem ist es dem Verein wichtig, dass die Jugendlichen selbst Verantwortung übernehmen. Viele lassen sich als Übungsleiter, Kampf- und Schiedsrichter ausbilden und übernehmen aktiv organisatorische Aufgaben bei der Vorbereitung von Sportveranstaltungen.

Neben Boxen bietet der Verein auch Taekwondo und Thai-Boxen an. Und sogar Tanzen kann man im Verein lernen. Die Tanzgruppe „Queens“ fand bei Atlas Leipzig eine neue Heimat, seit 2002 bringt sie neues Flair in den Boxtempel.


Bayern


Gründung einer Einradabteilung mit Familiencharakter

Eingereicht vom TSV Gilching-Argelsried bei der VR Bank Starnberg-Herrsching-Landsberg eG

Der Einrad-Sport im bayerischen Gilching boomt. Seit zwei Jahren haben die Einradler beim TSV Gilching-Argelsried ihre sportliche Heimat gefunden und sind auf Erfolgskurs. Zu verdanken ist das vor allem Maria Heimerl. Selbst begeisterte Einradlerin erkannte sie die „Marktlücke“ und fand im TSV schnell Unterstützung für ihre Idee. Angefangen mit 35 Mitgliedern zählt die Einradabteilung nur zwei Jahre später schon über 100 Einradbegeisterte.

Ein wenig hatte ihr Engagement auch mit ihren eigenen sportlichen Ambitionen zu tun. „Als ich auf dem Einrad trainierte, war ich immer allein. Mir fehlte die Mannschaft,“ sagt Maria Heimerl. Und das ging den anderen Einradlern im Ort offenbar genauso. Inzwischen gibt es Kurse im Freestyle, also der choreografischen Kür, im Trial, das sind Hoch- und Weitsprung und Fahren im Gelände und für Einrad-Rennfahrer. „Viele Kinder spornen ihre Eltern richtig an“, sagt Maria Heimerl und freut sich über den „Familiencharakter“ ihrer Einradabteilung. Das jüngste Mitglied ist fünf Jahre alt, das älteste über 66. Sogar einen eigenen Wettbewerb haben die Einradler ins Leben gerufen: Ihr „Freestyle Bayern-Cup“ konnte seine Teilnehmerzahl schon im zweiten Jahr verdoppeln.


Niedersachsen

Projektarbeit im Sportverein des TSV Hassel
Eingereicht vom TSV Hassel von 1923 bei der Volksbank Grafschaft Hoya eG

Kinderturnen mit besonderem Pfiff – das kennzeichnet die Nachwuchsarbeit des Turn- und Sportvereins Hassel von 1923. Mit viel Arbeit, Kreativität und Phantasie setzen die Übungsleiterinnen seit vielen Jahren alles daran, dass beim Kinderturnen keine Langeweile aufkommt. „Der Schulsport ist oft sehr leistungsorientiert. Wir wollen die Kinder mitnehmen, die da nicht mithalten können“, beschreibt Übungsleiterin Gitta Rohlfs das Konzept. Vor vier Jahren hatte das Team der Kinderturnabteilung die Idee, die regelmäßigen Übungsstunden durch besondere gemeinsame Projekte zu ergänzen: Sie wollten die Kinder für Bewegung begeistern, ihnen Erfolgserlebnisse verschaffen und ihnen die Chance geben, eigene Ideen kreativ umzusetzen.

Die Kinderturnabteilung ist aber auch ein gutes Beispiel dafür, wie die Vernetzung zwischen Verein, Eltern und Ortsgemeinschaft dafür sorgt, dass spannende Aktionen von allen unterstützt werden.


Weser-Ems

„Bewegungsförderung für Kinder“
Eingereicht vom SV Bad Bentheim 1894 bei der Grafschafter Volksbank eG

Immer mehr Kinder leiden unter motorischen Defiziten. Hier setzt die Gruppe „Bewegungsförderung für Kinder“ in der Turnabteilung des SV Bad Bentheim 1894 an. Die beiden Übungsleiterinnen Helga Harink und Gea Heetderks besitzen eine spezielle Übungsleiterlizenz im Bereich „Sport für Rehabilitation und Prävention“ mit Schwerpunkt „Förderturnen und Psychomotorik“. Der wichtigste Unterschied zum klassischen Kinderturnen liegt in der intensiven und individuellen Betreuung der Kinder. Die Gruppe umfasst nur zehn Kinder. Anders als im Schulsport können sich Helga Harink und Gea Heetderks gezielt um ihre Schützlinge kümmern.

Dank einer regen Öffentlichkeitsarbeit konnten Helga Harink und Gea Heetderks erreichen, dass inzwischen immer mehr Kinder bereits im Vorschulalter in ihre Gruppe kommen. Beide arbeiten dafür eng mit Kinderärzten und Erziehern zusammen, natürlich auch mit den Eltern. Inzwischen hat sich das Angebot soweit herum gesprochen, dass es eine Warteliste gibt. Der ganzheitliche Ansatz steht im Vordergrund. Mit ihm wollen Helga Harink und Gea Heetderks nicht nur die Bewegungsfähigkeit der Kinder stärken, sondern auch ihr Selbstbewusstsein und ihre Teamfähigkeit.


Sachsen-Anhalt

Beweg mehr als nur Deinen Finger!
Weg vom Fernseher

Eingereicht vom Naumburger SV von 1905 bei der Volks- und Raiffeisenbank Saale-Unstrut eG

Als Martin Pastuschek, Jugendtrainer des Naumburger SV, Kinder und Jugendliche gefragt hat, womit sie sich nach der Schule und in den Ferien beschäftigen, hörte er immer wieder, dass sie lieber in ihren Zimmern vor dem PC oder der Spielkonsole sitzen blieben als sich aktiv zu bewegen. Das wollte er ändern. Die Idee zur Aktion "Beweg mehr als nur Deinen Finger!“ war geboren.

Um das Ziel zu veranschaulichen, ließ sich der Fußballverein etwas ganz Besonderes einfallen, der Trainer der D-Jugend stellte dafür sogar seinen Lieblingssessel zur Verfügung. Gemeinsam mit dem Nachwuchs des Naumburger SV 1905 organisierte Pastuschek ein Fotoshooting. Zu sehen ist ein Kind, das mit einer Spielkonsole in einem Sessel auf dem Fußballplatz sitzt und von seinen Freunden zum Fußballspielen motiviert werden soll. Das Ganze war aber nur der Aufhänger für ein ausgetüfteltes Konzept, um Bewegung und Sport wieder mehr in den Alltag der Kinder zu integrierten, unter anderem mit der Durchführung eines Feriencamps in den Sommerferien. Der Naumburger SV bietet dabei ganztägige Betreuung an. Ehrenamtliche Trainer organisieren für die jungen Sportler neben Fußballtraining viele andere Bewegungsangebote. Auf dem Programm stehen unter anderem Fahrradtouren, Ausflüge ins örtliche Freibad oder in den Kletterpark Naumburg.

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