Preisverleihung 2020

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gab das Ergebnis des bundesweiten Wettbewerbs – initiiert vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) zusammen mit den Volksbanken und Raiffeisenbanken – am heutigen Montag (18. Januar 2021) in der DZ BANK in Berlin im Rahmen einer digitalen Siegerehrung offiziell bekannt.

36.500 Euro Preisgeld für die 17 Vereine im Bundesfinale


Insgesamt 17 Vereine aus allen 16 Bundesländern hatten jeweils als Gewinner des „Großen Stern des Sports“ in Silber auf Landesebene die Chance auf Gold. Hinter dem IcanDo e.V. landete der Karateverein Zanshin-Siegerland e.V. mit dem Projekt „ZKidz – Zanshin Kidz sind clever und mutig“ auf dem zweiten Platz. Diese Bewerbung erhielt die Volksbank in Südwestfalen. Der Verein aus Nordrhein-Westfalen darf sich über ein Preisgeld in Höhe von 7.500 Euro freuen. Dritter wurde der Duvenstedter Sportverein von 1969 e.V., der seine Bewerbung bei der Hamburger Volksbank eingereicht hatte. Die Hamburger erhalten für ihre Initiative „DSV – Ich werde groß mit Sport in Duvenstedt“ eine Prämie in Höhe von 5.000 Euro. Die 14 weiteren Finalisten teilen sich den gemeinsamen vierten Platz und bekommen jeweils einen Siegerscheck über 1.000 Euro.

Publikumspreis 2020

Jana Glindmeyer gewinnt den „Sterne des Sports“-Publikumspreis für besonderes persönliches Engagement


Zum sechsten Mal haben der DOSB und die Volksbanken Raiffeisenbanken im Rahmen des Wettbewerbs „Sterne des Sports“ in Zusammenarbeit mit der ARD einen eigenen Publikumspreis verliehen. Zur Abstimmung durch das Publikum des Morgenmagazins und die breite Öffentlichkeit standen eine Einzelperson sowie ein Zweier- und ein Dreier-Team, die durch ihr besonderes persönliches Engagement für
einen Sportverein herausragten.

Die meisten Stimmen erhielt Jana Glindmeyer vom VfL Pinneberg. Als Vorsitzende der Sportjugend sowie als Kinderschutzbeauftragte war sie maßgeblich an dem Projekt „Stopp – Nicht mit mir!“ beteiligt. Dabei geht es in erster Linie um einen zwölfseitigen Comic zum Kinderschutz, den der Verein aus SchleswigHolstein aufgelegt hat, sowie um eine selbst erarbeitete „Kinderschutzampel“, die darstellt, welche Verhaltensweisen in Ordnung sind (grün), welche im Grenzbereich liegen (gelb) und was gar nicht geht (rot).

Zweiter wurden Frank Holbach, Stefan Weber und Jörg Hupperich vom VfB Tünsdorf 1954. Sie stehen stellvertretend für das gemeinsame Dorfprojekt „Mehrgenerationenfeld: Weniger Online = Mehr Bewegung“. Damit hat es der Verein aus dem Saarland geschafft, zahlreiche Kinder und Jugendliche vom Smartphone oder Computer wegzulocken und gleichzeitig einen generationsübergreifenden Treffpunkt
zum Sporttreiben zu erschaffen. Auf den dritten Rang wurden Rateb Hatahet und Clemens Busse vom Polizeisportverein Rostock gewählt. „Wir kämpfen für eine bessere Welt – Sportliches Vorbild für die Gesellschaft“ lautet der Projektname des größten Kinder- und Breitensportvereins in Mecklenburg-Vorpommern, bei dem sich die Trainer unter anderem für kulturelle Vielfalt im Sport, für ein faires und demokratisches Miteinander, für Inklusion sowie für Toleranz und Respekt einsetzen und diese Werte an Kinder und Jugendliche weitergeben.

 

Bilder Preisverleihung 2020

Bundessieger und Gewinner "Großer Stern des Sports" in Gold 2020

IcanDo e.V. mit der Hannoverschen Volksbank eG  /Niedersachsen

Der Sportverein will mit seiner Initiative „IcanDo@School“ Grundschulen in der Corona-Krise schnell und unkompliziert helfen. Die jüngsten Schüler*innen sollen spielerisch den richtigen Umgang mit Nähe und Distanz lernen. Gleichzeitig will der Sportverein dafür sorgen, dass die Kinder sich wieder mehr bewegen, weil für viele Sportunterricht und Training ausfallen. Er hat ein 'Ad Hoc Unterstützungsprogramm zum Thema „Nähe und Distanz“ entwickelt. Es liefert Spiel- und Bewegungsangebote mit Abstand, die sich leicht in den Schulalltag einbauen lassen, zum Beispiel in den Pausen oder als neue Rituale für die Begrüßung und Verabschiedung. Drei IcanDo-Trainer sind seit Mai in Grundschulen der Region unterwegs, spielen mit den Kindern und beraten die Lehrkräfte. Als Ergänzung dazu gibt es eine Online-Handreichung mit Spielanleitungen und praktischen Tipps, damit sich auch andere Schulen Anregungen holen können. Der Verein ist ein Stützpunktverein im DOSB-Bundesprogramm Integration durch Sport.

2. Platz und Gewinner "Stern des Sports" in Gold 2020

Karate Verein Zanshin-Siegerland e.V.  – eingereicht bei der Volksbank Südwestfalen eG / NRW

Sexueller Missbrauch ist ein ernstes Thema. Die Fälle in Lügde, Bergisch Gladbach und Münster dieses Jahr haben alle erschüttert. Der Karate Verein Zanshin-Siegerland engagiert sich seit 2012 mit einem eigenen Präventionsprogramm gegen sexuelle Gewalt und Kindesmissbrauch, aktuell mit dem neuen Namen „ZKidz – Zanshin Kidz sind clever und mutig!" In Kooperation mit Kitas, Grundschulen und Beratungsstellen lernen Kinder, wie sie sich gegen sexuelle Übergriffe wehren können: Dass sie Nein zu unangenehmen Berührungen und Übungen sagen dürfen und Eltern oder anderen Vertrauenspersonen davon erzählen können. Sie üben aber auch die richtigen Griffe, um sich selbst zu verteidigen. Das stärkt gleichzeitig ihr Selbstbewusstsein. Ergänzt wird das Ganze durch Präventionskurse für Eltern, Erzieher und Lehrkräfte.

3. Platz und Gewinner "Stern des Sports" in Gold 2020

Heimisch fühlen: „DSV – Ich werde groß mit Sport in Duvenstedt“

Duvenstedter Sportverein von 1969 mit der Hamburger Volksbank

Mit der Initiative „DSV – Ich werde groß mit Sport in Duvenstedt“ schaffte es der Duvenstedter Sportverein von 1969 auf Rang drei. Das Projekt hilft zugezogenen Familien in dem stark wachsenden Hamburger Stadtteil, sich über den Sport schnell heimisch zu fühlen. Im Fokus stehen dabei Kinder und Jugendliche, denen von der Krabbelgruppe über das Kinderturnen bis hin zum Mannschaftssport viele Optionen zur Verfügung stehen – mit Erfolg. Mehr als die Hälfte der Mitglieder sind Kinder und Jugendliche. Zudem versucht der Verein, den Nachwuchs davon zu begeistern, als Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter oder als Übungsleiterinnen und Übungsleiter selbst Verantwortung zu übernehmen.

Baden-Württemberg

„Grundschul-Handball-Liga: Beweg dich und hab Spaß dabei!“
Sportgemeinschaft Pforzheim/Eutingen mit der Volksbank Pforzheim


Mit der Initiative „Grundschul-Handball-Liga: Beweg dich und hab Spaß dabei!“ beschreitet die SG Pforzheim/Eutingen neue Wege bei der Talentsuche und motiviert damit zahlreiche Kinder zum Mannschaftssport. „Die Liga ist für die Grundschülerinnen und Grundschüler der 3. und 4. Klasse, die wir mit Spaß und Freude ‚abholen‘ wollen, was uns dabei leicht gelingt: In der vergangenen Saison haben rund 20 Mannschaften von zwölf Grundschulen aus der Region Pforzheim teilgenommen“, sagt der Vorstandsvorsitzende des Vereins Jörg Lupus. „Von diesem Projekt profitieren alle Beteiligten: Die Schülerinnen und Schüler werden in Bezug auf ihre motorische Entwicklung, koordinative Kompetenzen und allgemeine Sportlichkeit gefördert. Die Vereine gewinnen in der Breite sowie in der Spitze neue Talente. Die Schulen freuen sich über qualifizierte, lizenzierte Trainer aus den Vereinen, die durch Kooperationen beim Sportunterricht unterstützen. Und unsere Jugendspieler übernehmen im Rahmen der Turniere organisatorische Aufgaben, wodurch sie an das Ehrenamt herangeführt werden.“

Bayern

„#Summerchallenge @ TSV Lonnerstadt“
TSV Lonnerstadt 1948 mit der VR-Bank Erlangen-Höchstadt-Herzogenaurach

Der TSV Lonnerstadt 1948 hat mit seiner Initiative „#Summerchallenge @ TSV Lonnerstadt“ ein alternatives Sportprogramm für seine Mitglieder ins Leben gerufen. Und so hat es funktioniert: Von Mai bis August 2020 waren alle Vereinsmitglieder aufgerufen, durch Jogging, Walking,Schwimmen oder Rad fahren Kilometer – und damit Punkte – zu sammeln. Für 50 Punkte gibt es ein Freigetränk bei einem Heimspiel unserer ersten Fußballmannschaft und pro Liter geht ein Euro an den Kindergarten Lonnerstadt. Durch mehr als 20.000 zurückgelegte Kilometer kamen 276 Liter Freigetränke zusammen – die Spendensumme für den Kindergarten haben wir auf 300 Euro aufgerundet. Zudem erhielt die Teilnehmerin mit den meisten Punkten einen Sonderpreis: ein Jahr beitragsfreie Mitgliedschaft.

Berlin

„Keine Macht der Gewalt“
Lowkick mit der Berliner Volksbank

Gewalt ist ein Problem, mit dem vor allem Frauen und Mädchen vielfach und auf sehr unterschiedlichen Ebenen konfrontiert sind. Lowkick will Frauen, Transgender und Mädchen stärken, damit sie sich gegen Gewalt zur Wehr setzen und ihre Grenzen selbstbewusst behaupten können. Der Kreuzberger Verein bietet verschiedene Kampfsportarten und Selbstverteidigung an und ermöglicht darüber hinaus entspannende sportliche Betätigungen wie Yoga, Rückentraining und TaiChi.  In unterschiedlichen Gruppen trainieren Frauen, Transgender und Mädchen im Alter von 5 bis 70 Jahren in freundschaftlicher Atmosphäre mit viel Spaß, Begeisterung und Power. Lowkick arbeitet kontinuierlich an der Entwicklung von Formaten, die Menschen mit Einschränkungen ermöglichen, bei Lowkick zu trainieren. Der in seinem Berliner Bezirk fest verwurzelte Verein hat 600 Mitglieder und ist inzwischen Vorbild für zahlreiche vergleichbare Angebote in anderen Städten.

Bremen

„Sport und Familie – von der Breite in die Spitze!“
Bremer Hockey-Club mit der Volksbank Bremen-Nord


Der Bremer Hockey-Club versucht mit seiner Initiative „Sport und Familie – von der Breite in die Spitze!“ bestmöglich, die Bereiche Sport und Familie mit unseren Angeboten zu vereinen – und zwar in allen Abteilungen unseres Vereins: vom Breiten- bis hin zum Spitzensport, von der Krabbelgruppe bis zum Reha- und Seniorensport. So konnten im vorigen Sommer Kinder, Eltern und Großeltern zeitgleich verschiedene Sportangebote wie Hockey, Tennis, Fitness oder Rehasport wahrnehmen und sich danach auf der vereinseigenen Terrasse mit angeschlossenem Kinderspielplatz entspannen. Der Verein hofft, dass dies demnächst wieder möglich sein wird, denn diese familiäre und vertraute Atmosphäre fördert die Identifikation und damit die Bindung an den Verein.

Brandenburg

„Peitz ist grün – Von den Ostereiern zur CO2-Neutralität“
SG Eintracht Peitz mit der VR Bank Lausitz


Mit ihrer Initiative „Peitz ist grün – Von den Ostereiern zur CO2-Neutralität“ hat die SG Eintracht Peitz ein klares Statement für Umweltschutz und Nachhaltigkeit gesetzt: „Bei unserer alljährlichen Ostereiersuche können Sponsoren die Eier im Vorfeld ‚kaufen‘“, erklärt der Vereinsvorsitzende Sebastian Bubner die Idee. „So sind im vergangenen Jahr 500 Euro zusammengekommen, die – wie immer – zu einer Hälfte in die Nachwuchsarbeit des Vereins und zur anderen Hälfte an einen guten Zweck fließen.“ Letzteres war 2020 unter anderem ein symbolischer Kirschbaum, der gepflanzt wurde, um das Ziel auszurufen, den Verein bis spätestens 2022 zur Klimaneutralität zur führen. „Wir haben bereits eine Photovoltaikanlage auf unserem Vereinsgebäude, mit der wir mehr als 50 Prozent unseres Stroms auf nachhaltige Weise erhalten“, so Bubner. „Wir wollen die Anlage vergrößern und zudem nach neuen innovativen Möglichkeiten Ausschau halten, damit wir mittelfristig komplett klimaneutral sein werden.“

Hessen:
„Fitnesspfad – mach mit, bleib fit!“
TSV Elleringhausen mit der Waldecker Bank


Beim TSV Elleringhausen hat sich das Juniorteam zum 100-jährigen Jubiläum des Vereins mit seiner Aktion „Fitnesspfad – mach mit, bleib fit!“ etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Der selbst entworfene Fitnesspfad erfreute sich in dem schwierigen Jahr 2020 mit zahlreichen geschlossenen Sportstätten wachsender Beliebtheit, sodass die ursprünglich sechs auf den ganzen Ort verteilten Fitnessstationen sukzessive auf inzwischen 20 Stationen aufgestockt wurden. „Für das Frühjahr soll alles wetterfest gemacht werden und zudem eine große Übersichtstafel mit allen Stationen entstehen“, sagt die Vorstandsvorsitzende Sina Jost. „Die Dehn-, Kraft- oder Ausdauerübungen werden auf Schildern genau erklärt, man kann sich sogar über QR-Codes Image- und Anleitungsvideos auf dem Smartphone anschauen und die gesamte Route ist zudem bei ‚Komoot‘ hinterlegt. Das Tolle am Fitnesspfad ist, dass wirklich jeder mitmachen kann – ob jung oder alt, ob Sportler oder Anfänger, auch für den Rollatorsport ist etwas dabei.“

Mecklenburg-Vorpommern

„Wir kämpfen für eine bessere Welt – Sportliches Vorbild für die Gesellschaft“
Polizeisportverein Rostock mit der Rostocker Volks- und Raiffeisenbank


Der Polizeisportverein Rostock vermittelt im Rahmen seines Projektes „Wir kämpfen für eine bessere Welt – Sportliches Vorbild für die Gesellschaft“ Respekt und Toleranz. „Diese Werte wollen wir den Leuten über den Sport hinaus in den Alltag mitgeben. Bei unseren vier Kampfsportabteilungen Thaiboxen, Boxen, Judo und Ringen trainieren Polizistinnen und Polizisten mit Vorbestraften, Mitglieder mit unterschiedlichen politischen Einstellungen oder auch Menschen mit und ohne Handicap gemeinsam“, sagt Boxtrainer Clemens Busse. Das Engagement zielt in erster Linie auf Kinder und Jugendliche aus den sozialen Brennpunkten Rostocks ab, die zum Beispiel von einer Hausaufgabenhilfe oder kostengünstigen Ferienfreizeiten profitieren.

Niedersachsen / Region Weser-Ems

Zirkusschule Seifenblase Oldenburg e.V. mit der Volksbank Oldenburg eG

Im Rahmen des Projekts “Sport kann mehr!” beschäftigt sich die Zirkusschule Seifenblase mit Rassismus in seinen vielfältigen Erscheinungsformen. Die Geschichte der jüdischen Zirkusartistin und Holocaust Überlebenden Irene Bento wird szenisch erzählt und eine deutsch-türkische Rapperin sensibilisiert für Alltagsrassismus. Mittels Zirkus, Tanz, Rap und Videoworkshops nähern sich die Teilnehmenden persönlichen Erfahrungen mit Rassismus und dessen gesellschaftlichen Umgang. Präsentiert werden die Ergebnisse dann in einer großen Performance am Ende des Workshops. Der Sportverein hat sich bei der Volksbank Oldenburg beworben.

Rheinland-Pfalz

Rudergesellschaft Speyer 1883 mit  derVereinigten VR Bank Kur- und Rheinpfalz eG

135 Jahre lang ist die Rudergesellschaft Speyer 1883 ein von Männern dominierter Verein gewesen. Dann kam 2018 das Umdenken und die Initiative „GRIT – mit Hartnäckigkeit und Leidenschaft sind Mädchen erfolgreich". GRIT basiert auf der Annahme, dass Menschen, die durch (sportliche) Herausforderungen, (Selbst)-Coaching und gesellschaftliches Engagement Selbstbewusstsein entwickeln, ihr Leben erfolgreicher gestalten als andere. Die These von der motivierten Beharrlichkeit (GRIT) geht auf die amerikanische Neurowissenschaftlerin und Psychologin Angela Duckworth zurück. Für den Verein bot sich mit GRIT die Chance, seine Strukturen zu erneuern, mehr Mädchen und Frauen für das Rudern zu begeistern und an sic h zu binden. Das Konzept ging auf: Durch die Kooperation ist der ganze Verein vielfältiger und erfolgreicher geworden. Die beteiligten Mädchen trauen sich mehr zu, haben bessere Noten und sind sozial engagiert. 

Saarland

„Mehrgenerationenfeld: Weniger Online = Mehr Bewegung“
VfB Tünsdorf 1954 mit der Vereinigten Volksbank Saarlouis – Losheim am See – Sulzbach/Saar


Mit seiner Initiative „Mehrgenerationenfeld: Weniger Online = Mehr Bewegung“ schaffte es der VfB Tünsdorf 1954, Kinder und Jugendliche häufiger vom Computer wegzulocken. „Durch den gemeinsamen Sport haben die Kinder eine Menge Spaß, zudem werden Teamfähigkeit und das Gemeinschaftsgefühl gestärkt“, erklärt der Vorstand des VfB Tünsdorf. Doch das Projekt entwickelte sich darüber hinaus noch weiter: Ursprünglich sollten auf dem brach liegenden Gelände neben dem Sportplatz durch ehrenamtliche Helferinnen und Helfer neue Sportmöglichkeiten für Kinder entstehen – ein Kunstrasenplatz und ein Basketballfeld. Schnell zeigte sich aber auch die ältere Generation in Tünsdorf begeistert, und die ursprünglichen Pläne wurden um zwei Boulebahnen erweitert. So entstand mit dem Mehrgenerationenfeld ein Treffpunkt für Jung und Alt, das demnächst „durchgehend geöffnet und durch ein separates Flutlicht beleuchtet werden kann“, so der Vorstand.

Sachsen

"Badkurve hilft: VFC Plauen mit der Volksbank Vogtland-Saale-Orla eG


Die Fans VFC Plauen haben mit ihrer Initiative „Badkurve hilft!“ ein starkes Zeichen gesetzt: Während des Lockdowns im Frühjahr vorigen Jahres engagierte sich die Ultra-Gruppe des Fußball-Oberligisten und bot Hilfsbedürftigen ihre Unterstützung an. „Nachdem das öffentliche Leben zum Stillstand gekommen war, haben wir uns als Fangruppe überlegt, wie wir helfen können“, erklärt Mitinitiator Marcus Mosch. „Seither unterstützen wir mit einer Gruppe von bis zu 15 Leuten hilfsbedürftige Menschen zu Hause, erledigen Einkäufe, holen Medikamente von der Apotheke, geben Nachhilfe und vieles mehr – alles komplett ehrenamtlich und unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln.“ Das Projekt wächst derzeit weiter und soll zu einem fortwährenden Hilfsangebot werden. Auch die Preisgelder werden sinnvoll verwendet und kommen den hilfsbedürftigen Menschen in der Region zugute.

Sachsen-Anhalt

Tangermünder Elbdeichmarathon e.V. mit der der Volksbank Stendal eG

Der Elbdeichmarathon in Tangermünde hat viele Fans. Am 19. April sollte die 13. Auflage starten – doch das hat die Corona-Pandemie verhindert. Der Verein Tangermünder Elbdeichmarathon wollte das Event aber nicht absagen und hat es kurzerhand ins Internet verlegt. Das Ergebnis: Die erste dezentrale, virtuelle Laufveranstaltung in Deutschland und Europa! Die Original-Strecke wurde per Video gefilmt und online gestellt. Unter „#Coronathon – virtueller Tangermünder Elbdeichmarathon" konnten alle, die mitmachen wollten, sich im Internet anmelden und eine Startnummer ausdrucken. Am Veranstaltungswochenende absolvierten dann mehr als 1.200 Läuferinnen und Läufer aus der ganzen Welt die gemeldete Distanz – Marathon, Halbmarathon oder zehn Kilometer. Sie gaben ihre Zeit ins System ein und schickten Beweisfotos. Dieses Echo war so überwältigend, dass es auch nächstes Jahr wieder einen virtuellen Lauf geben soll.

Schleswig-Holstein

VfL Pinneberg e.V. mit der VR Bank in Holstein eG

„Stopp - Nicht mit mir!“ heißt das ausgezeichnete Engagement aus Pinneberg. In einem zwölfseitigen Comic werden problematische Situationen in und im Umfeld des Sports illustriert; Kinder und Jugendliche werden darin bestärkt, in diesen Situationen klar und deutlich Nein zu sagen. Mit dem Kinderschutz-Projekt gegen sexualisierte Gewalt nimmt der Sportverein seine gesellschaftliche Vorbildfunktion und Verantwortung war. Zum Gesamtprogramm gehören zudem ein Ehrenkodex und Verhaltensregeln für Trainer*innen sowie ein klar definierter Handlungsablauf im Verdachtsfall. Alle in der Kinder- und Jugendarbeit des VfL Pinneberg Tätigen müssen dem Verein regelmäßig ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorlegen. Regelmäßige Kompaktqualifizierungen für Kinder und Jugendliche, Trainer*innen und Betreuer*innen sowie Vorstände der Abteilungen gehören zum Kinderschutzprogramm im VfL Pinneberg.

Thüringen

Triathlon Jena e.V. mit der Volksbank eG Gera•Jena•Rudolstadt

Mit seiner Aktion „Quarantathlon 2020“ animierte der Verein Jung und Alt zum Sporttreiben – auch in der Zeit, als Großveranstaltungen abgesagt werden mussten und die Sportstätten geschlossen waren. Der Quarantathlon war eine dezentrale Triathlon-Serie mit neun verschiedenen Challenges innerhalb von 14 Wochen, die unter Beachtung aller Hygieneschutzmaßnahmen ausgetragen wurde. Die Starterinnen und Starter zeichneten ihre Strecke per Handy-App oder GPS-Uhr auf und stoppten selbst ihre Zeit. Anschließend konnten sie beides auf einer Internet-Plattform eintragen. Die Resonanz war enorm: Insgesamt gingen rund 3.500 Startmeldungen aus Thüringen und dem gesamten Bundesgebiet ein – etwa die Hälfte davon waren Kinder.