„Sportvereine sind ein ruhender Pol“

Für Georg Jungmann können Sportvereine in einer schnelllebigen Welt Orte der Bewegung, aber auch der Stabilität und Orientierung sein.

Georg Jungmann, Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Sport des Saarlandes. (Quelle: Ministerium für Inneres und Sport des Saarlandes) 
Georg Jungmann, Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Sport des Saarlandes. (Quelle: Ministerium für Inneres und Sport des Saarlandes) 

Georg Jungmann, der Staatssekretär des Ministeriums für Inneres und Sport im Saarland hat es sich nicht nehmen lassen, die diesjährigen Landessiegern der „Sterne des Sports“ im Staatsministerium zu küren und ihnen persönlich zu gratulieren. Im Interview erklärt Georg Jungmann, warum er den Wettbewerb des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und der Volksbanken Raiffeisenbanken (BVR) gern unterstützt.

Lieber Georg Jungmann,

Sie haben jüngst die „Sterne des Sports“ 2012 in Silber im Saarland an die Landessieger überreicht. Was zeichnet aus Ihrer Sicht den Wettbewerb „Sterne des Sports“ aus?

Der wesentliche Aspekt ist für mich, dass mit den „Sternen des Sports“ die wichtige und unverzichtbare Arbeit der Sportvereine im Rahmen gemeinwohlorientierter Projekte und Initiativen ausgezeichnet wird. Damit wird den Sportvereinen die ihnen gebührende öffentliche Anerkennung zuteil.

Waren Sie von den Maßnahmen, mit denen sich die Sportvereine bei den Volksbanken Raiffeisenbanken beworben haben, überrascht?

Da mir das hohe Engagement saarländischer Sportvereine bestens bekannt ist, war ich nicht überrascht, dass sich auch in diesem Jahr wieder kreative und innovative Projekte für die Sterne des Sports beworben haben. Aufgrund des sehr erfolgreichen Abschneidens saarländischer Vereine auf Bundesebene in den vergangenen Jahren waren vor dem Hintergrund dieser hohen Messlatte wiederum Bewerbungen von hoher Qualität zu erwarten.

Was hat Sie besonders beeindruckt?

Beeindruckt bin ich immer wieder, wie alle Vereinsmitglieder, Freunde und Sponsoren sich gemeinsam für ihr Projekt einsetzen und insbesondere für die Menschen, denen es zugute kommt.

Der Tennisclub Schwarz-Weiß Bous ist saarländischer Landsieger 2012 geworden. Wodurch hat sich der TC diese Ehre verdient?

Der TC Schwarz-Weiß Bous hat mit seinem Projekt „Sport verbindet Generationen“ einen Schwerpunkt gesetzt, der zum einen den Folgen der demographischen Entwicklung begegnen will, zum anderen das gemeinsame Sporttreiben in der Familie und den Dialog zwischen den Generationen fördert. Aus meiner Sicht liegt ein besonderer Vorteil auch darin, dass Kinder und Jugendliche gerade mit den engsten Familienmitgliedern – den Eltern und Großeltern – direkte Vorbilder haben, die sie zu Bewegung, Spiel und Sport animieren. Und da Kinder sehr stark am Modell in ihrem direkten sozialen Umfeld lernen, ist dies eine hervorragende Chance, sie für ein lebenslanges Sporttreiben zu gewinnen – und damit für eine gesundheitsförderliche Lebensweise.

Der TV Altstadt 1920 e.V. aus dem Saarland ist 2008 Bundessieger geworden, der Polizeisportverein Saar e.V. hat 2009 den „Stern des Sports“ in Gold geholt. Die saarländischen Vereine scheinen sehr engagiert zu sein – woher kommt das?

Zunächst bin ich natürlich sehr stolz darauf, dass das Saarland in den letzten Jahren auf Bundesebene so erfolgreich am Wettbewerb teilgenommen hat. Um im Vokabular des Wettbewerbs zu bleiben: das Firmament über dem saarländischen Sport ziert viele Sterne, die besonders hell leuchten.   

Ein Grund für die saarländischen Erfolge liegt sicherlich in dem bundesweit höchsten Organisationsgrad in unseren Sportvereinen. Die Bürgerinnen und Bürger, ob jung ob alt, können nicht nur auf ein vielfältiges Sportangebot zurückgreifen, sondern sie fühlen sich auch fachlich gut betreut und sehr wohl in ihrem „Lebensraum Sportverein“. Das ist ein ganz wesentlicher Aspekt: Eine harmonierende Vereinsfamilie bindet ihre Mitglieder über die eigentliche Bewegungstätigkeit hinaus und kann gerade in Zeiten gesellschaftlicher Veränderungen wie dem demographischen Wandel und der Globalisierung Orientierung, Stabilität und lokale Identität bieten.

Die Sportvereine, die Menschen in Bewegung bringen, sind damit gleichzeitig auch ein ruhender Pol in einer schnelllebigen Welt. Ich bin überzeugt, diese Vereinsfamilien sind gerade in unseren saarländischen Sportvereinen sehr ausgeprägt. Und für ihre Familien engagieren sich die Saarländer(innen) eben mit ganzem Herzen.

Herzlichen Dank für das Gespräch!

(Quelle: wirkhaus)


  • Georg Jungmann, Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Sport des Saarlandes. (Quelle: Ministerium für Inneres und Sport des Saarlandes) 
    Georg Jungmann, Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Sport des Saarlandes. (Quelle: Ministerium für Inneres und Sport des Saarlandes) 

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