Applaus für Phönix Sport Hamburg e.V.

Der erste Hamburger Verein von und für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung jubelt über den „Großen Stern des Sports“ in Silber 2013.

Freude in Hamburg über den „Stern des Sports“ in Silber 2013 (v.l.): Matthias Schroeder (Vorstand Hamburger Volksbank eG), Hartmut Storbeck, Elisa Voss, Trainierin Andrea Sonnenberg, alle Phoenix Sport e.V. (Foto: Witters)
Freude in Hamburg über den „Stern des Sports“ in Silber 2013 (v.l.): Matthias Schroeder (Vorstand Hamburger Volksbank eG), Hartmut Storbeck, Elisa Voss, Trainierin Andrea Sonnenberg, alle Phoenix Sport e.V. (Foto: Witters)

Am Hamburger Breitensporthimmel leuchtet ein neuer Stern: Am 16. September sind im Haus des Sports die Landessieger der „Sterne des Sports“ 2013 in Silber geehrt worden. Der erste Platz ging an den Phönix Sport Hamburg e.V. – der erste Sportverein der Hansestadt, in dem Menschen mit Geistigem und Mehrfach-Handicap nicht nur auf sie zugeschnittene Sportangebote finden, sondern auch selbst Verantwortung übernehmen.

Für dieses vorbildliche Engagement erhielt der Verein den „Großen Stern des Sports“ in Silber 2013, verbunden mit einer Prämie von 4.000 Euro. Gleichzeitig steht der Verein damit als erster Teilnehmer für das Bundesfinale der „Sterne des Sports“ in Gold fest. Aus allen Landessiegern wird in Berlin Anfang 2014 bei einer großen Abschlussgala der Bundessieger gekürt.

„Die Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen ist einer der Arbeitsschwerpunkte des HSB in diesem Jahr. Darum freue ich mich, dass Phoenix Sport die Jury so überzeugen konnte“, sagte Thomas Fromm, Vizepräsident des Hamburger Sportbunds. „Alle Bewerbungen haben wieder gezeigt, wie groß die Vielfalt des Engagements unserer Sportvereine ist. Viele Bewerbungen waren würdig, ausgezeichnet zu werden, jeder Verein leistet einen wichtigen gesellschaftspolitischen Beitrag.“

Auf den zweiten Platz, dotiert mit 2.000 Euro, wählte die Jury den Eimsbütteler Sportverein Grün-Weiß Hamburg von 1901 e.V., der sich mit einem Fußballangebot für Kinder und Jugendliche mit Down-Syndrom beworben hatte. Der Kurs wurde 2005 ins Leben gerufen, um ihnen die Möglichkeit zu geben, in einer homogenen Gruppe Fußball zu spielen. Weitere Ziele sind soziales Lernen und motorisches Training sowie Erfolgserlebnisse durch Turnier-Teilnahmen. Die Mannschaften sind auch offen für Kinder und Jugendliche mit anderen Beeinträchtigungen und werden von zwei Sportlehrern mit umfangreichen Erfahrungen in Integrationsklassen geleitet.

Eine Überraschung mit Konsequenzen

Den dritten Platz vergab die Hamburger Jury dieses Jahr gleich zweimal, weil zwei Bewerbungen bei den Preisrichtern exakt dieselbe Punktzahl erreichten. Die Hamburger Inline-Skating Schule e.V. überzeugte mit ihrer Maßnahme "Balance Day - Fit ab 50? Fit und geschickt bis 100!“. Dabei geht es um einen generationsübergreifenden, kostenlosen Aktionstag, bei dem Senioren mit Kindern, zum Beispiel ihren Enkeln, gemeinsam ihr Gleichgewicht und ihre Mobilität trainieren. Der Tag beinhaltet eine Meisterschaft der Generationen, bei der nicht nur die Leistungen eines Teams, sondern auch die Altersdifferenz der Teammitglieder in die Bewertung eingeht.

Die St. Pauli Buccaneers, die American Football-Abteilung des Traditionsvereins, wurde für ihr Engagement für Jugendliche aus schwierigsten sozialen Verhältnissen geehrt. Ziel des Trainings ist es, die Jugendlichen von der Straße fernzuhalten sowie ein Selbst- und Wertebewusstsein zu vermitteln. Ihre "neue Familie" unterstützt sie auch bei Hausaufgaben, der Suche nach einem Ausbildungsplatz oder Kontakten mit Behörden.
„Für uns ist es in Anbetracht der hohen Qualität und des großartigen Engagements im Hamburger Breitensport selbstverständlich, zwei dritte Plätze auszuloben“, betonte Matthias Schröder, Vorstand der Hamburger Volksbank. „Sport bedeutet immer auch Präsenz. Deshalb ist es mir ein großes Anliegen, dass sich im nächsten Jahr alle Hamburger Sportvereine bewerben. Damit nutzen sie die Gelegenheit, ihren gesellschaftlichen Einsatz einer breiten Öffentlichkeit vorstellen zu können. Mit den ‚Sternen des Sports’ wollen wir dieses Engagement wertschätzen.“

Sportsenator Neumann verlängert Schirmherrschaft

Auch der Schirmherr des Hamburger Wettbewerbs Innen- und Sportsenator Michael Neumann ist von dem Wettbewerb begeistert und hat auch für nächstes Jahr wieder seine Unterstützung zugesagt: „Die Schirmherrschaft für die Sterne des Sports hat mir auch 2013 wieder viel Freude gemacht. Der Wettbewerb zeigt Jahr für Jahr, welch herausragende Leistungen Vereine im Breitensport für unsere Stadt auf die Beine stellen. Meine Anerkennung gilt dabei vor allem auch den Menschen, die meist ehrenamtlich diese Ideen entwickeln und in die Tat umsetzen.“

Seit 2010 können sich Sportvereine in Hamburg bei Deutschlands wichtigstem Breitensportwettbewerb „Sterne des Sports“ bewerben. Zur Hamburger Jury der „Sterne des Sports“ gehörten dieses Jahr Martin Schwalb, der Trainer der HSV-Handballer und Botschafter des Wettbewerbs, Bettina Berger, die Leiterin von Sponsoring und Vermarktung beim HSV Handball, Sibylle Böckmann vom Genossenschaftsverband e.V., Carsten Harms, der Vorsitzende des Vereins Hamburger Sportjournalisten, Matthias Steiner, Leiter der Sportredaktion NDR 90,3, Thomas Fromm, HSB-Vizepräsident Breitensportentwicklung, Matthias Schröder, Vorstand Hamburger Volksbank eG und Karsten Voß, Vorstand Vierländer Volksbank eG.

Im vergangenen Jahr ging der Landessieg in Hamburg an den 1. FFC Elbinsel mit seiner Maßnahme „Fußball baut Brücken“.

(Quelle: wirkhaus)


  • Freude in Hamburg über den „Stern des Sports“ in Silber 2013 (v.l.): Matthias Schroeder (Vorstand Hamburger Volksbank eG), Hartmut Storbeck, Elisa Voss, Trainierin Andrea Sonnenberg, alle Phoenix Sport e.V. (Foto: Witters)
    Freude in Hamburg über den „Stern des Sports“ in Silber 2013 (v.l.): Matthias Schroeder (Vorstand Hamburger Volksbank eG), Hartmut Storbeck, Elisa Voss, Trainierin Andrea Sonnenberg, alle Phoenix Sport e.V. (Foto: Witters)

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