Familiensport ganz groß

Der SC Flemsdorfer Haie e.V. ist der Dreh- und Angelpunkt des gesellschaftlichen Lebens im ganzen Dorf.

Mit Eishockey fing alles an, heute bringt der Verein das ganze Dorf in Schwung: Der SC Flemsdorfer Haie e.V. vertritt als Landessieger der "Sterne des Sports" 2012 Brandenburg im Bundesfinale (Foto: SC Flemsdorfer Haie)
Mit Eishockey fing alles an, heute bringt der Verein das ganze Dorf in Schwung: Der SC Flemsdorfer Haie e.V. vertritt als Landessieger der "Sterne des Sports" 2012 Brandenburg im Bundesfinale (Foto: SC Flemsdorfer Haie)

Angefangen hat alles mit Eishockey. 2003 mit 28 Mitgliedern gegründet hat der Verein aus der Uckermark in den vergangenen Jahren eine wahre Erfolgsgeschichte geschrieben. Weil Eishockeyspielen bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen im Freien nicht geht, dehnten die Flemsdorfer Haie ihr Angebot schon bald auf Fußball und Volleyball aus. 2006 änderte der Verein folgerichtig seinen Namen von „Eishockeyclub“ in „Sportclub“, seit 2007 öffnet er sich immer mehr für neue Mitglieder und Angebote. Vor allem geht es darum, für Groß und Klein sinnvolle Freizeitmöglichkeiten zu schaffen.

Offen für neue Ideen

Im Sommer 2011 sind die Flemsdorfer Haie als Kooperationspartner des Landessportbundes für das Programm „Die Familie – ein starkes Team im Sportverein“ ausgewählt worden. „Mir war es das wichtigste, dass wir so über den Tellerrand hinausschauen“, beschreibt der Vereinsvorsitzende Kay Manteufel seine Motivation.

Bei den „Sternen des Sports“ der VR-Bank Uckermark-Randow eG hat er die Bewerbung unter diesem Motto aber nur deshalb abgegeben, weil sein guter Freund Gerhard Bowitzky vom PCK Wassersport Schwedt e.V. ihn dazu gedrängt hat. „Ich selbst hab’ gedacht, wir sind noch nicht so weit“, so Kay Manteufel. Die Landesjury der „Sterne des Sports“ in Brandenburg sah das allerdings anders und wählte die Flemsdorfer Haie auf den ersten Platz. Jetzt ziert das Vereinsheim ein „Großer Stern des Sports“ in Silber – genau wie im benachbarten Schwedt bei seinem Freund Gerhard Bowitzky, der mit dem PCK Wassersport im vergangenen Jahr Landessieger in Brandenburg wurde.

Neuer Schwung und viel Begegnung

In den vergangenen Jahren haben die Flemsdorfer Haie das Dorfleben kräftig in Schwung gebracht: Zuerst bauten die Mitglieder in Eigenregie eine alte Sanitärbaracke zum „Haus am See“ aus. Daneben entstanden eine Badewiese und ein Festplatz, wo der Verein im Sommer am Sonntagnachmittag Kaffee und Kuchen oder Bratwürste zum Selbstkostenpreis verkauft, ein beliebter Treffpunkt für Senioren. Seit neuestem gibt es ein Feld für Beachvolleyball.

Regelmäßig veranstalten die Flemsdorfer Haie auch Sportsonntage für die ganze Familie, wo Schwimmen, Tischtennis oder Volleyball auf dem Programm stehen. Seit diesem Jahr lädt der Verein gemeinsam mit dem PCK Wassersport Schwedt zu Familiensonntagen ein, die unter dem Motto stehen „Eis ist auch nur Wasser“. Zuerst ging es für alle zum Schlittschuhlaufen und Eishockeyspielen, beim zweiten Termin wurde gemeinsam im Mescheriner Polder gepaddelt.

Besonders stolz ist Kay Manteufel aber auch auf die neu entstandene Kinder- und Jugendgruppe, die er schon länger geplant hatte und endlich umsetzen konnte, als eine im Kinder- und Jugendbereich ausgebildete Übungsleiterin aus Schwedt zu den Flemsdorfern Haien stieß: „14 Kinder im Alter von 5 bis 13 Jahren treffen sich einmal in der Woche zum Sport. Das wichtigste ist es für uns, die Kinder in Bewegung zu bringen, aber gleichzeitig wollen wir auch ihre soziale Kompetenz schulen. Wir haben allen gesagt, ihr müsst aufeinander aufpassen und Rücksicht nehmen – und das klappt trotz des großen Altersunterschieds ganz prima“, fasst Kay Manteufel zusammen.

Die neueste Leidenschaft der Flemsdorfer Frauen ist mittlerweile das Pond Hockey, bei dem wie früher auf dem zugefrorenen See gespielt wird: Beim Neujahrsturnier 2011 wagten sich auch die Frauen der Eishockeyspieler aufs Eis und fingen Feuer. Seitdem wird einmal in der Woche Pond Hockey gespielt. Im Februar geht es sogar ins gemeinsame Trainingslager nach Tschechien.

Damit die Eishockeyfans im Sommer auch spielen können, wird seit Juni im Vereinsheim ein angrenzender Saal als Spielstätte für Unihockey ausgebaut. Hier soll dann auch eine Frauensportgruppe trainieren können.

Netzwerke entstehen

Über den Sport hinaus arbeiten die Flemsdorfer Haie mit den Dorfgemeinschaftsvereinen in Schöneberg, Felchow und Stützkow sowie zwei Angelvereinen zusammen, unter anderem ist so ein gemeinsamer Veranstaltungskalender entstanden. Auch mit der Kita in Felchow und anderen Sportvereinen aus der Region gibt es Kooperationen. „Wir arbeiten ständig daran neue Netzwerke zu schaffen, damit das Sportangebot für unsere Mitglieder attraktiv bleibt“, sagt Kay Manteuffel.

Dass der Verein auf dem richtigen Weg ist, unterstreicht auch die Mitgliederentwicklung. „Flemsdorf ist ein Dorf mit 200 Seelen, gut ein Drittel davon sind bei uns Mitglied“, sagt der Vereinsvorsitzende Kay Manteufel nicht ohne Stolz. Im vergangenen Jahr zahlten 86 Mitglieder Vereinsbeitrag. Aktuell haben die Flemsdorfer Haie 111 Mitglieder, Tendenz steigend.

Auf das Bundesfinale der „Sterne des Sports“ in Gold am 29. Januar in der DZ BANK am Pariser Platz in Berlin freut sich Kay Manteufel ganz besonders. Wegen einer akuten Migräneattacke hatte der Vereinsvorsitzende nämlich die Auszeichnung der „Sterne des Sports“ in Silber in Potsdam verpasst: „Ich werde mich vorher in Watte packen und freue mich schon auf eine schöne Veranstaltung. Alles was jetzt bei den ‚Sternen des Sports’ in Gold noch kommt, ist für uns Zugabe.“

(Quelle: wirkhaus)



  • Mit Eishockey fing alles an, heute bringt der Verein das ganze Dorf in Schwung: Der SC Flemsdorfer Haie e.V. vertritt als Landessieger der "Sterne des Sports" 2012 Brandenburg im Bundesfinale (Foto: SC Flemsdorfer Haie)
    Mit Eishockey fing alles an, heute bringt der Verein das ganze Dorf in Schwung: Der SC Flemsdorfer Haie e.V. vertritt als Landessieger der "Sterne des Sports" 2012 Brandenburg im Bundesfinale (Foto: SC Flemsdorfer Haie)

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