In der Region Krummhörn rollt der Ball für die Kinderkrebshilfe – „Stern des Sports“ in Bronze für den RSV Visquard e.V.

Deutschland ist Fußballweltmeister 2006 – zumindest bei der Ostfriesen-WM, die unter anderem beim RSV Visquard e. V. ausgetragen wurde. Der Verein setzte sich nicht nur in diesem Benefiz-Turnier für krebskranke Kinder ein. Für sein soziales Engagement haben die Raiffeisen-Volksbank Fresena eG und der Kreissportbund Aurich dem Club einen „Stern des Sports“ in Bronze verliehen. Die Auszeichnung fand in der Kornkammer des Hotels Reichshof im Norden Niedersachsens statt.

 

 

 

 

 

Glückliche Preisträger im Hotel Reichshof (Foto: Stromann)
Glückliche Preisträger im Hotel Reichshof (Foto: Stromann)

Vor zwei Jahren folgte die erste Herrenmannschaft des RSV Visquard einem Aufruf des Elternvereins krebskranker Kinder in Ostfriesland und erschien geschlossen zur Blutabnahme und ließ sich in die Knochenmarkspenderdatei eintragen. Für die Rasensportler eine Selbstverständlichkeit. In spektakulären Aktionen hat sich der Verein schon oft für die Kinderkrebshilfe eingesetzt. Bei der Ostfriesen-WM spielten Familien aus der Region das FIFA-Turnier 2006 nach. Die Visquarder stellten dabei einen von acht Austragungsorten. 2004 spielte auf dem Vereinsgelände die fußballbegeisterte Familie Eeten gegen eine Auswahl aus dem niedersächsischen Landtag. Spielleiter der Partie war Bundesligaschiedsrichter Florian Meyer. Der FC Landtag hatte seine liebe Mühe mit der Familie aus Visquard und verlor mit 5:10. Das wichtigere Ergebnis des Tages waren jedoch die 4500 Euro, die mit der Aktion für die Kinderkrebshilfe erwirtschaftet wurden.

„DomRep trägt grün-weiß“


Schon 2001 spielten in Visquard Großfamilien Fußball vor Publikum, zwei Jahre später kam eine Ostfrieslandauswahl in den Ort, um sich mit der ersten Herrenmannschaft zu messen, 2005 veranstaltete der RSV ein A-Jugendturnier – immer kamen vierstellige Beträge zusammen, die der Kinderkrebshilfe gespendet wurden. Wo es möglich ist, wird geholfen. Dies scheint der Leitsatz des Vereins zu sein. Als die Verantwortlichen von einem Verein in der Dominikanischen Republik hörten, der keine eigene Spielkleidung besaß, schickte der RSV kurzerhand einen Trikotsatz über den Atlantik. „Das war eine schöne Geschichte“, berichtet Andreas Triebner, 1. Vorsitzender des RSV Visquard, „die regionale Presse titelte damals: ‚DomRep trägt grün-weiß’ – das sind unsere Vereinsfarben“. Der „Stern des Sports“ in Bronze und 300 Euro Preisgeld sind eine Bestätigung für das Geleistete und ein Ansporn auf dem bisherigen Weg weiterzugehen. So wird bei der Ostfriesen-WM 2010 sicher wieder in Visquard der Ball rollen und man darf gespannt darauf sein, was sich Andreas Triebner und seine Kollegen in Zukunft ausdenken.

Mit dem zweiten Platz bei den „Sternen des Sports“ und einem Preisgeld von 200 Euro wurde der Integrationssport der SG Moordorf e.V. gewürdigt. Lernbehinderte und Körperbehinderte treiben dort gemeinsam mit Gesunden Sport. Der etwa 450 Mitglieder zählende Verein setzt sich auch für die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund ein und ist anerkannter Stützpunktverein des Programms „Integration durch Sport“. Die Handballer von TuRa Marienhafe e.V. belegten den dritten Platz und erhielten 100 Euro. Der Verein richtet alljährlich das „Hummel Brookmerland Turnier“ aus. Das Handballturnier für Nichtaktive ist weit über die Grenzen des kleinen Ortes Marienhafe als die „fünfte Jahreszeit“ bekannt. Im vergangenen Jahr nahmen über 900 Sportler teil. Jeder kann mitmachen: Familien, Freunde oder Betriebe. Für viel Spaß unter den Zuschauern sorgen die fantasievollen Verkleidungen, mit denen die Mannschaften antreten. Die Überschüsse des Turniers kommen der Handballjugend zugute und werden für soziale Zwecke verwendet.

„Die Freude über die Platzierungen war bei allen drei Vereinen groß“, berichtet Walter Vienna, Marketingleiter der Raiffeisen-Volksbank Fresena. „Mit den „Sternen des Sports“ können wir die hervorragende Arbeit der Vereine würdigen. Darum werden wir 2009 in jedem Falle wieder den Wettbewerb ausschreiben.“


  • Glückliche Preisträger im Hotel Reichshof (Foto: Stromann)
    Glückliche Preisträger im Hotel Reichshof (Foto: Stromann)

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